09.08.2021: SIETAR Smart n Social series: „The Power Flower“

The SIETAR regional group Berlin- Brandenburg’ s series continues.

This time we will be discovering creative ways of tackling diversity, identity and racism to inform, empower and motivate our clients, our students, our colleagues to be more inclusive.

We would like to encourage as many members working and living in Brandenburg to join us as we experiment with „The Power Flower“.

When? Monday, August 9th, 2021 7.00 – 8.30pm

Registration until August 8th, 2021 regioberlin@sietar-deutschland.de

We will send you the link after your registration

Join us every second Monday.

Next date for „SIETAR Smart n Social“ series in Berlin-Brandenburg is September 13th, 2021 7.00 – 8.30pm.

14.07.21: Broadening our Focus as Interculturalists – Diversity Awareness

Join Dr. Nadine Binder (Education & Training Coordinator at Young SIETAR) on 14.07.21 at 18:00 for the next meeting of our Regional Group Frankfurt-Rhein-Main-Unterfranken:

In this session, Dr. Nadine Binder will provide input and facilitate a series of short activities to demonstrate how we can sharpen and deepen our diversity awareness as interculturalists so that we can be more mindful of how power, privilege, and discrimination impact our work. We will explore basic mechanisms of exclusion and discrimination, discuss how to deal with microaggressions and defensive responses, and reflect on the concept of allyship. Nadine seeks to provide an opportunity to broaden and deepen our diversity awareness and gain new ideas on how to design and create more inclusive intercultural training sessions.

Dr. Nadine Binder:

Nadine works as an Intercultural and Diversity Trainer with a variety of clients (such as corporate clients, higher education, police and judiciary, public administration). She is a trained Co-Active Coach and Senior Facilitator for Personal Leadership. Besides her continuous commitment to Young SIETAR, she serves on the Executive Team of the World Council on Intercultural and Global Competence and co-founded the Globally Conscious Peacemakers with Jeremy Solomons.

Registration

 

Mitgliederversammlung von SIETAR Deutschland e.V.

Samstag, 3. Juli 2021 um 10.00 Uhr
Ort: Munich Business School – Raum 319
Elsenheimerstr. 61 | 80687 München

Liebes SIETAR Mitglied,
hiermit laden wir Sie herzlich zur ordentlichen Mitgliederversammlung von SIETAR Deutschland e.V. ein.
Tagesordnungspunkte:

  1. Begrüßung und Feststellung der Tagesordnung:
  2. Bericht des Vorstandes (Christiena Kirchhoff, Monika Krause, Michelle Cummings-Koether, Julia
    Johannsen, Alejandro Pastor-Lara) und Aussprache
  3. Bericht des Kassenwarts (Stephan Hild) über das Jahr 2020, die aktuellen Zahlen 2021, Vorstellung
    des Haushaltsplanes 2022 und Aussprache
  4. Bericht der Kassenprüfer (Constanze Folwill und Alfonso Müller-Alban) über das Jahr 2020 und
    Aussprache
  5. Entlastung des Vorstands und des Kassenwarts
  6. Vorstellung der neuen Vorstandskandidaten
  7. Wahl neuer Vorstandsmitglieder
  8. Wahl der Kassenprüfer für das Jahr 2021
  9. Sonstiges

Zu Punkt 2: Bericht des Vorstandes und Aussprache
Der Vorstand berichtet u.a. über:

  • Die aktuelle Mitgliedersituation
  • Update Satzungsänderung
  • Update ECILP Projekt
  • Update SIETAR Deutschland Forum 2021
  • Berichte aus den einzelnen Ressorts (Repräsentanten, Weiterbildung, Wissenschaft & Forschung,Kommunikation und SIETAR Europa)

Zu Punkt 7: Wahl neuer Vorstandsmitglieder:

Die Wahlperiode folgender Personen endet 2021:

  • Julia Johannsen (keine weitere Kandidatur)
  • Iris Wangermann tritt aus persönlichen Gründen von der Vorstandstätigkeit zurück

D. h. es werden 2 neue Mitglieder für den Vorstand benötigt. Vorschläge für die Kandidatenliste können
von jedem Mitglied an den Vorstand (Christiena Kirchhoff, kirchhoff@sietar-deutschland.de) bis spätestens
18.06.2021 eingereicht werden. Dazu bitte das beigefügte Initiativschreiben ausfüllen.

Ergänzungen der Tagesordnung können von jedem Mitglied bis spätestens zum 18.06.2021 über das Sekretariat (office@sietar-deutschland.de) an den Vorstand per Brief, Fax oder E-Mail eingereicht werden (Poststempel/Eingangsdatum Fax).
Um alle Corona-Maßnahmen einhalten zu können, müssen wir wissen, wie viele Personen an der Mit-gliederversammlung teilnehmen. Deshalb muss eine Anmeldung für die Teilnahme per Mail an office@sietar-deutschland.de bis 23.06.2021 erfolgen.
Für die Teilnahme an der Mitgliederversammlung müssen Sie sich bis 30.06.21 per Mail über office@sietar-deutschland.de anmelden. Teilnehmen kann man nur mit einem negativen Corona Test, ein Nachweis über 2 Impfungen inkl. 14 Tage Karenz oder einem Nachweis einer Genesung innerhalb 6 Monaten.

12.07.2021: SIETAR Smart n Social series: „The Power Flower“

The SIETAR regional group Berlin- Brandenburg’ s series continues.

This time we will be discovering creative ways of tackling diversity, identity and racism to inform, empower and motivate our clients, our students, our colleagues to be more inclusive.

We would like to encourage as many members working and living in Brandenburg to join us as we experiment with „The Power Flower“.

 When? Monday, July 12th, 2021 7 – 8.30pm

registration until July 11th, 2021 regioberlin@sietar-deutschland.de

We will send you the link after your registration.

 

Join us every second Monday.

Next dates for „SIETAR Smart n Social“ series are:

August 9th, 2021,

September 13th, 2021

7 – 8.30pm.

21.06.2021: Buchvorstellung: The Spy who impressed me – Zur kollektiven Wirkung und kulturellen Bedeutung von James Bond-Filmen

Das nächste Treffen der Regionalgruppe München findet am 21.06.21 um 18:30 statt. Bei dieser Gelegenheit wird sich die Veranstaltung um die Präsentation des Buches drehen: “The Spy who impressed me – Zur kollektiven Wirkung und kulturellen Bedeutung von James Bond-Filmen”

James Bond 007 ‒ die erfolgreichste Kinofilmserie der Welt nimmt auf seine Fangemeinde seit über 50 Jahren Einfluss: Bond zeigt den Zuschauern das Gute und Schlechte auf der Welt, repräsentiert Länder, belegt Räume mit Assoziationen und erschafft Weltbilder. Er verkörpert Ideale, Identitäten sowie einen bestimmten Stil und lebt interkulturelle Kompetenz vor. Anhand der Analyse der inhaltlichen Strukturen und Repräsentationsmuster der Filme wirft dieser Sammelband einen kritischen Blick auf die Wirkungsmacht des berühmten Geheimagenten.

Für die zweite Auflage wurde der Band aktualisiert und Bezüge zum neuesten, dem 25. James-Bond-Film hergestellt.

Der Inhalt:

Zur kollektiven Wirkung und kulturellen Bedeutung von James Bond-Filmen – James Bond zwischen Fiktion und Realität – Wie viel Wahrheit steckt in den Filmen von 007? – Von der Fiktion in die Realität: Die politische Macht der James Bond-Filme – Interkulturelle Kompetenz und Fremdheitsdarstellungen in James Bond-Filmen – James Bond und das Spiel mit dem Eigenen und Fremden, dem Nahen und Fernen – Die Entwicklung des Weiblichkeitsdiskurses anhand der Bond-Girls – Habitus und Stil von James Bond als Stellvertreter der englischen upper middle class – Der „westliche Blick“: eine kritische Anlayse des Bond-Films Live and Let Die – Die Neuinterpretation von James Bond archetypischem Heldenbild durch Daniel Craig.

Prof. Dr. Christoph Barmeyer ist Inhaber des Lehrstuhls für Interkulturelle Kommunikation an der Universität Passau.

PD Dr. Jörg Scheffer ist Akademischer Oberrat im Fach Anthropogeographie an der Universität Passau

Naomi Bergmann studierte englische Literatur an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, und schließt derzeit ihren Master in European Studies an der Universität Passau ab.

Weitere interessante Links:

https://www.phil.uni-passau.de/barmeyer/publikationen/

https://www.youtube.com/channel/UCbQs919zEZUAofGA4fjFjiw

Anmeldung unter: regiomuenchen@sietar-deutschland.de

30.06.2021: What can we learn from Neuroscience and Embodiment for Intercultural Competence?

Das nächste Treffen der Regionalgruppe Frankfurt/Rhein-Main/Unterfranken findet am 30.06.21 um 18:00 statt und  wird sich  dem Thema “What can we learn from Neuroscience and Embodiment for Intercultural Competence?” widmen.

Teaching and training of intercultural competence cannot go around the striking questions: What is the evidence that our trainings have an effect on behavior? Can we really contribute to our students´ and participants´ habitual change? Or, most importantly, how can we reach the so called “deep learning”?

The workshop will focus on these questions by introducing some recent findings of neuroscience about the construct of culture, developmental learning and the notion of habitual change. In the interactive part of the workshop, we will try out some experimental and holistic exercises, which can be implemented into intercultural trainings and courses.

Registration: https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZYkd-GoqjMsE9wrlSHrd_3-dMt3QSc_Lh0e

17.06.21: Lebenssituation älterer Menschen mit Migrationserfahrung in Deutschland

Das nächste Treffen der Regionalgruppe Westfalen findet am 17.06.21 um 17:00 statt und  wird sich mit der Situation älterer Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland widmen.

Derzeit leben rund 2,1 Millionen über 65-Jährige mit Migrationshintergrund in Deutschland, von denen knapp 96 % eine eigene Migrationserfahrung aufweisen (Statistisches Bundesamt 2020). Sie sind im Zielland der Migration Deutschland unter spezifischen Bedingungen, die mit dem Migrations- und Integrationsprozess einhergehen können, älter geworden. Basierend auf den Daten des Sozio-ökonomischen Panels gibt der Vortrag einen Überblick zur Lebenssituation von älteren Menschen mit Migrationserfahrung in Deutschland unter Berücksichtigung der Vielfalt innerhalb der Bevölkerungsgruppe.

Unsere Referentin, Susanne Bartig ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Integration am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) in Berlin. Das DeZIM-Institut ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung zu den Themen Migration, Integration, Konsens und Konflikt sowie zu gesellschaftlicher Teilhabe, Diskriminierung und Rassismus.

Der Forschungsschwerpunkt von Frau Bartig liegt im Bereich Migration und Gesundheit. Zudem forscht sie zur Lebenssituation älterer Menschen mit Migrationserfahrung in Deutschland.

Anmeldung

 

14.06.2021: SIETAR „Smart n Social“ series: „Liberating structure“

This is SIETAR Regional Group Berlin- Brandenburg‘ s new, dynamic series of events, where we are all experimenting together. We will be discovering interactive, fun and effective ways to become better interculturalists. „Smart n Social“ is the name of this series and is aimed at making our community smarter in a sociable way, peer to peer. We all have different knowledge, experience and technical know how to share, so join us and let’s learn from each other. Events are in English as we are a bilingual team, looking forward to seeing you.

This time we want to find out from our members, how and where do interculturalists learn? Join us as we experiment with „liberating  structure“

Monday, June 14th, 2021 7pm – 8.30pm

“What is your challenge?”

Link: https://www.liberatingstructures.com/8-troika-consulting/

registration until June 11th, 2021 regioberlin[at]sietar-deutschland.de

We will send you the link after your registration.

Next dates for SIETAR „Smart n Social“ series in Berlin-Brandenburg:

July 12th, 2021

September 13th, 2021

7pm – 8.30pm

18.05.2021 Diversity Tag SIETAR deutschland

SIETAR – So vielfältig sind wir

Zum diesjährigen Diversity-Tag  möchten wir diese Vielfalt einem breiteren Publikum zugänglich machen.

Unter dem Motto „SIETAR – So vielfältig sind wir“ stellen einige unserer Mitglieder ihre Herkunfts- und/oder Arbeitsländer vor.
Die Teilnehmer*innen erfahren in kurzen Einleitungen seltene Besonderheiten über Länder in Asien und Südamerika und erhalten Tipps von Interkulturellen Profis in ausgewählten Breakout-Gruppen.

hier lassen wir euch die Liste der Vortragenden und Länder:

Kirsten Wächter und Linda Hagen – Indien
Erika Shishido Lohmann – Peru
Ghotai Sardehi-Nurzai – Afghanistan
Shijir Purevdorj – Mongolei
Sebastian Kelbling – Indonesien
Eleonora Bourbon – Argentinien

Luisa Rueda Diaz – Kolumbien
Monika Krause und Christina Röttgers – Moderation

Anmeldung
Die Teilnahme ist auf max. 500 Personen begrenzt.

RG Frankfurt AfterWORKshop#3: “Navigating Culture – More than learning a language” with Prof. Jillaine Farrar, 26th May

 

26th May 2021, 06:00pm – 07:30pm

(In English, Diskussion und Fragen gerne auch auf Deutsch)

 

Join Prof. Jillaine Farrar (Vice-President SIETAR Switzerland) for this session:

“Following a short input session, I will share with you some of the resources I find really useful in my intercultural and language courses and trainings.  We’ll look at, for example, Browaeys and Price’s web, Shaules’ Developmental Model of Linguaculture Learning, Meyer’s Culture Map, as well as how backpacks and fruit can have an impact on misunderstandings. The group will then discuss how we can create short sample case studies quite quickly, use unaltered articles in courses and trainings, activate course participants also in sessions held online, and add to a participant’s cultural toolkit. My goal is that you take away an activity or an idea you can use and hopefully have an aha moment as to what your next truly engaging activities will be. Together we can positively influence intercultural mindfulness and inclusion in education, business, politics, government, and society! Now that is a tall order!”

 

The event is being offered jointly by SIETAR Switzerland and SIETAR Regional Group Frankfurt-Rhine-Main-Lower Franconia.

 

Prof. Jillaine Farrar:

Intercultural communication is an important part of Jillaine Farrar’s life, both privately and professionally. Originally from Vancouver, Canada, she has been teaching intercultural leadership and English for Business to adults in Switzerland and internationally, in both higher-education and corporate settings, for over two decades. Her education, research, and her experiences have contributed to her belief in the importance of facilitating cooperative actions aimed towards intercultural growth, inclusion, and leadership development.

Crossing geographic borders to learn, live, and work has provided many opportunities to embody lived experiences interculturally, both privately and professionally. She earned her master’s from The University of Manchester in the United Kingdom, and her CAS International Leadership from the Lucerne University of Applied Sciences and Arts-Business in Switzerland. She is a qualified IDI administrator and holder of the Japan Intercultural Institute’s Brain, Mind and Culture Masterclass certificate.

In addition to the Canadian and Swiss cultures, she has had the privilege to interact with many cultures thanks to her position as Head of the Exchange Program, lecturer in the taught-in-English degree programs, and Co-Head CAS International Leadership at the Lucerne University of Applied Sciences and Arts-Business. In connection with her university work and research field, Jillaine is also a part of the Virtual Leadership Knowledge Network team.

Further, she is vice president of SIETAR Switzerland and ICP European University Network. She is proud to have co-headed the strategizing and planning of the successful SIETAR Switzerland 2020 congress on inclusion and intercultural topics, which had to be moved online in autumn 2020 in a dispersed format due to the global situation. Jillaine co-heads the Value Recognition for the Profession – Academic Survey Project and a UNESCO Futures of Education Forum, both initiated in 2020. Further, she is the board member responsible for The Swiss Journal of Intercultural Education, Training and Research, the peer-reviewed SIETAR Switzerland Journal.

Her recent publications include journal articles on intercultural and international leadership topics: Working Through COVID19 Times and Beyond: What could be the next normal for intercultural education, training and research? (2021), ‘Trustworthy Small and Medium-sized Enterprise Network Partners: Small and Medium-sized Enterprise Partnerships in the International Entrepreneurial Process’ (2020), ‘Intercultural Knowledge and Leadership Skills’ (2020) and articles in the SIETAR Switzerland Journal. She also has two forthcoming book chapters which link intercultural communication and international leadership.

 

 

Registrierung HIER über ZOOM

RG Stuttgart: Ausstrahlung und Auftritt im virtuellen Raum mit Barbara Mergenthaler am 11. Mai

 

11. Mai 2021, 18.30 – 20.00 Uhr

 

Ausstrahlung und Auftritt im virtuellen Raum:

  • Wie gestalte ich ein stimmiges äußeres Bild? (Haare, Schmuck, Kleidung)
  • Wie wirken Gestik und Mimik im virtuellen Raum?
  • Was ist bei der Farbgestaltung zu beachten?
  • Virtuelles Hintergrundbild – ja oder nein?
  • Trainieren im Stehen oder Sitzen?
  • Wie sorge ich für ein gutes Stimmvolumen?
  • Wie atme ich richtig?
  • Wie pflege ich meine Stimme bei häufiger Beanspruchung?

 

Barbara Mergenthaler

ist Schauspielerin, Referentin und Trainerin für Auftrittskompetenz.

Sie ist Mitbegründerin und Ensemblemitglied von
Dein Theater Wortkino.

Seit vielen Jahren begleitet sie neben der Bühnenarbeit in Einzelberatung Menschen in sprechenden Berufen und gibt Seminare für Dienstleistungsunternehmen, in der Industrie und für Organisationen im sozialen- und kirchlichen Bereich.

 

Anmeldung HIER via Eventbrite

RG Berlin-Brandenburg: AfterWORK Meet & Chat – 10th May

 

10th May 2021 – 6.45pm – 8.15pm via video conference

 

The Regionalgruppe Berlin-Brandenburg will meet on May 10th,
2021 – we call it an „AfterWORK Meet & Chat“ because we
would like to have an informal chat and discussion with our
members about our professional intercultural situation. Anybody
who is interested in talking and discussing „one year of Covid19“ is welcome.
We also would like to inform our members about the
constitution of our regional group in 2021.
We take the virtual meeting as a new start and interactively talk
and discuss with you about our professional situation, about
possible learning outcomes within the last pandemic year. What
did change? What are your possible expectations for the next
time? Any plans 2021?

 

Registration until May 7th, 2021: regioberlin@sietar-deutschland.de
The link will be sent to you after your registration.

RG Westfalen: Lebenssituation älterer Menschen mit Migrationserfahrung in Deutschland am 17. Juni

 

Veranstaltung am 17.06.2021 von 17.00 – 18.30 Uhr

 

Derzeit leben rund 2,1 Millionen über 65-Jährige mit Migrationshintergrund in Deutschland, von denen knapp 96 % eine eigene Migrationserfahrung aufweisen (Statistisches Bundesamt 2020). Sie sind im Zielland der Migration Deutschland unter spezifischen Bedingungen, die mit dem Migrations- und Integrationsprozess einhergehen können, älter geworden. Basierend auf den Daten des Sozio-ökonomischen Panels gibt der Vortrag einen Überblick zur Lebenssituation von älteren Menschen mit Migrationserfahrung in Deutschland unter Berücksichtigung der Vielfalt innerhalb der Bevölkerungsgruppe.

 

Susanne Bartig ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Integration am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) in Berlin. Das DeZIM-Institut ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung zu den Themen Migration, Integration, Konsens und Konflikt sowie zu gesellschaftlicher Teilhabe, Diskriminierung und Rassismus.

Der Forschungsschwerpunkt von Frau Bartig liegt im Bereich Migration und Gesundheit. Zudem forscht sie zur Lebenssituation älterer Menschen mit Migrationserfahrung in Deutschland.

 

Anmeldung: regiowestfalen@sietar-deutschland.de

Wechsel der Regionalleitung München

Ab 01. Mai 2021 übernimmt Susanne Doser die Leitung der Regionalgruppe München
Kontakt: regionmuenchen[at]
sietar-deutschland.de

Susanne ist seit dem Jahre 2001 Sietar-Mitglied und arbeitet als Trainerin, Coach, Dozentin und Autorin. Sie hat in Belgien, Niederlande, Mexiko, Südafrika, USA, Deutschland gearbeitet.

Wir wünschen viel Erfolg und alles Gute für diese neue Aufgabe.

„Das innere des Eisbergs an die Oberfläche holen“ – Vorstand Stephan Hild mit einer Review des Workshops LEGO® Serious Play® Online Qualifizierung für Interkulturalist*innen

 

Am 4. und 5. Dezember 2020 sowie am 8. und 9. März 2021 nahmen je 12 Mitglieder von SIETAR Deutschland an einer Weiterbildung zum Thema „LEGO® Serious Play® im interkulturellen Kontext teil.

Als Trainer konnten wir Steffen Powoden von der EOL Academy gewinnen, der wie nur wenige andere im deutschsprachigen Raum das Prinzip des erfahrungsorientierten Lernens verkörpert und lebt. Die besondere Herausforderung bestand freilich darin, nicht nur diese Ausbildung online durchzuführen, sondern auch Wege zu finden wie wir InterkulturalistInnnen online unter Anwendung der Methode LEGO® Serious Play® arbeiten können.

LEGO® Serious Play® ist ein strukturierter und moderierter Prozess, der sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen dabei hilft, in Kontakt mit ihren (oftmals verborgenen) Gedanken, Emotionen und Motiven zu kommen, diese im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar, besprechbar und bearbeitbar zu machen.

Durch das Schaffen eines spielerischen Settings und unter Ausnutzung der Hand-Hirn Verbindung kann es gelingen, eben jene Gedanken, Emotionen und Motiven zu Tage zu fördern, die durch eine rein kognitive Auseinandersetzung mit einer bestimmten Fragestellung (z.B. Erwartungen bezüglich einer Auslandsentsendung, Werte in einem internationalen Team u.v.a.) oftmals eher im Verborgenen („im Inneren des Eisbergs“) bleiben.

In den zwei Tagen haben wir uns die Methode Schritt für Schritt erarbeitet, die zu Grunde liegenden Prämissen erforscht, uns mit Material und Logistik befasst und Einsatzmöglichkeiten in der interkulturellen Arbeit diskutiert, wobei auch etwaige Grenzen der Methode zur Sprache kamen. In beiden Durchgängen entstanden viele Ideen, wie LEGO® Serious Play® die Arbeit im interkulturellen Kontext bereichern kann. Gerade Menschen unterschiedlicher Herkunft und Muttersprache kann durch die Arbeit mit Modellen, Formen und Farben, durch das Beschreiben der modellierten Gedanken und das ritualisierte, aufmerksame Zuhören eine sehr wirksame Methode für das Schaffen eines vertieften Verständnisses gegeben werden.

Dank der Offenheit, Experimentierfreudigkeit und Bereitschaft zum Teilen unserer TeilnehmerInnen und der unvergleichlichen Art von Steffen, unserem Trainer, hatten wir viel Spaß miteinander und haben viel unmittelbar Anwendbares mitgenommen. Und das schönste ist, ist dass auch eine lebendige LEGO® Serious Play® Community entstanden ist, die voneinander lernt, sich unterstützt und inspiriert.

 

Stephan Hild

27.04.2021 RG München: Intercultural Understanding: Awareness or Insight

This talk will raise questions about the goals of intercultural education and training. Often, success is talked about in terms of transcendent ideals (raising consciousness) or advanced forms of perceiving (awareness). Brain and mind sciences, on the other hand, suggests that intercultural understanding is not an abstract higher-order form of thinking. Rather, it’s embodied and intuitive—a form of insight and pattern recognition—a view that is similar to the thinking of intercultural pioneer Edward T. Hall. We will discuss these different visions and consider implications for intercultural education and training.

Joseph Shaules (PhD) is an author and educator in the field of language and intercultural education. He is the Director of the Japan Intercultural Institute and is a Specially Appointed Professor at the GIC Center, Keio University, Tokyo. He hosts the Deep Culture Podcast, of which Episode 1 touches on some of the same themes of this talk and will provide you with a first taste of its content. Books include: Language, Culture and the Embodied Mind (Springer); The Intercultural Mind (Intercultural Press), and Deep Culture (Multilingual Matters).

Registration.

RG Nord 18.02.2021: „Diversity, Rassismuskritik, Interkulturalität“

Am 18. Februar um 18:30 Uhr trifft sich die Regionalgruppe Nord zum ersten Mal in diesem Jahr zu dem Thema „Diversity, Rassismuskritik, Interkulturalität“.

Zusammen mit der Referentin Cristina Torres Mendes werden folgende fragen diskutiert: Wie stehen die Schlagworte Diversity, Rassismuskritik, Interkulturalität zu einander? – der Versuch einer Einordnung.
Was ist der Beitrag von Rassismuskritik in der Diskussion um Diversitätsfragen?

Nach kurzer Begriffsklärung und konzeptueller Einbettung wird anhand einer Übung, miteinander diskutiert, wie sich rassismuskritische Ansätze in Übungseinheiten umsetzen lassen.

Anmeldungen bitte über Eventbrite: https://www.eventbrite.com/e/sietar-regionalgruppe-nord-tickets-136322663757.

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch!

RG Westfalen 23.03.2021: Sprechangst in interkulturellen Kontexten Teil II

Das virtuelle Gruppentreffen der RG Westfalen am 23.03.2021 (17:00h) wird sich dem Thema “Sprechangst in interkulturellen Kontexten Teil II – Evidenzbasiertes Vorgehen für interkulturelle Trainings in digitalen Formaten” widmen.

Situative Sprechangst ist ein weit verbreitetes Phänomen. In Teil eins (23.07.2020) der Kurzreihe haben wir uns mit den theoretischen Hintergründen beschäftigt und wollen uns im zweiten Teil der Praxis zuwenden.
Alexandra Jandausch zeigt uns erprobte Methoden aus der Praxis digitaler Formate und erklärt gleichzeitig, wie wir unsere Teilnehmer unterstützen können die situationsbezogene Sprechangst im interkulturellen Kontext  zu überwinden.

Referentin:

Alexandra Jandausch hat über 15 Jahre Erfahrung in Ausbildung, Training, Beratung, Curriculumentwurf und Trainingsmanagement. Sie ist M.A. in Musikwissenschaft und englischer Linguistik, Doktorand in kognitiver Musikwissenschaft / kognitiver Linguistik, Zertifizierung uLab Führen aus der aufstrebenden Zukunft, Innovation für Unternehmer, Entwicklung innovativer Ideen für neue Unternehmen.

Virtuelles Kennenlernen Rhein-Main

Liebe Mitglieder und InteressentInnen der Regionalgruppe Frankfurt – Rhein – Main – Unterfranken,

wir – Dr. Pritima Chainani Barta und Prof. Dr. Renate Link – haben zum 01. Januar 2021 die Nachfolge der Leitung unserer Regionalgruppe von Antje Boijens und Dr. Rudi Camerer übernommen und möchten uns hiermit bei Ihnen/Euch offiziell vorstellen.

Mehr über uns finden Sie/findet Ihr auf https://sietar-deutschland.de/regionalgruppen/regionalgruppe-frankfurt-rhein-main-unterfranken/

Da wir beide Expertise zu und Erfahrung mit Interkulturalität im Bildungsbereich mitbringen, sind für uns natürlich sozial- und bildungspolitische Themen besonders relevant. Wir sind jedoch aufgeschlossen für Ihre/Eure Ideen und es ist uns sehr wichtig, die Interaktion innerhalb unserer Regionalgruppe zu fördern und die Schwerpunkte von Veranstaltungen und Treffen an den Interessen der Mitglieder auszurichten und Ihnen/Euch Gelegenheit zur Mitgestaltung geben – getreu dem D&I-Motto: “Diversity is being invited to the party; inclusion is being asked to dance” (Vernā Myers), das im SIETAR Europa Webinar mit Vincent Merk vom 19. Januar 2021 zu folgender Analogie erweitert wurde: “Belonging is knowing the dance moves and asking to play your favourite music. Well-being is liking and respecting your partner.”

Wenn Sie dabei sein möchten, bitte schreiben Sie eine Mail an die RG Rhein-Main (regiofrankfurt (at) sietar (minus) deutschland (punkt) de).

In diesem Sinne freuen wir uns, Sie/Euch alle kennen zu lernen und die Aktivitäten unserer Regionalgruppe gemeinsam mit Ihnen/Euch zu gestalten.

 

LEGO® Serious Play® – ONLINE Qualifizierung für Interkulturalist*innen

Entwicklungsprozesse mit Kopf, Herz und Hand gestalten
Wann: 8./9. März 2021

 

Wie wäre es mit einer Methode, die sowohl live wie online funktioniert?
…mit der man komplexe und abstrakte Sachverhalte einfach und begreifbar darstellen kann?
…die 100% der Teilnehmer in Workshops zu 100% einbinden kann?
…die man in Training, Coaching und Beratung oder gar zur Auftragsklärung und Konzeptionierung gleichermaßen einsetzen kann?
…aus der man auch kleine nützliche Sequenzen in seine Konzepte einbauen kann?
…die eine unglaubliche Begeisterung bei Teilnehmern wie Auftraggebern auslöst?
…und die auch noch mit Spaß und Leichtigkeit Tiefgang erzeugt?
 
Dann sind Sie hier genau richtig:
LEGO® Serious Play® (LSP) zählt als innovative Problemlösungs-, Kreativitäts- und Kommunikationsmethode aktuell zu den wichtigsten agilen Instrumenten für Unternehmen in der digitalen Transformation. Als 3-D-Drucker für Gedanken legen die LEGO®-Steine Unbewusstes offen und sind eine universelle Sprache, um gegenseitiges Verständnis erleichtert. Gerade in der zunehmend komplexen, unsicheren, volatilen und mehrdeutigen VUKA-Welt eine Qualität, die seinesgleichen sucht. Damit ist LSP eine Methode, die für Trainer, Berater, Moderatoren und Prozessbegleiter eine großartige Bereicherung ihres Methodenkoffers darstellen kann.
LEGO® SeriousPlay® wurde entwickelt, um wichtige Aspekte des Spielens wie Kreativität, Freude und Inspiration mit ernsten Belangen der Geschäftswelt zu verbinden. LEGO®-modelle können jeden Gedanken, jedes Erlebnis oder Vorhaben im spielerischen Kontext („Play“) dreidimensional visualisieren. Damit stellt die Methode eine tiefgründige Kommunikation und zielführende Themenbearbeitung („Serious“) sicher. Nutzen auch Sie das volle Potenzial Einzelner und der ganzen Gruppe. Durch die universelle Sprache der LEGO® -Steine wird die Kommunikation und das Verständnis erleichtert.
 
Nach diesem Workshop sind Sie gerüstet, eigene Workshops nach dieser Methode zu konzipieren, Sequenzen daraus in Ihre Konzepte zu integrieren und Menschen sowie Unternehmen in komplexen Prozessen noch besser zu begleiten, auch und insbesondere im interkulturellen Kontext.
 
Inhalte:
• Die 4 Grundschritte des LEGO® -SeriousPlay® Basisprozesses
• Individual models, Shared models, System models
• Aufbau und Struktur eines LEGO® -Workshops
• Aufgaben und Rolle des LEGO® -Prozessmoderators
• Transfer in das eigene Umfeld
• Praktische Übungen
• online und offline – Unterschiede, Möglichkeiten, Erfolgsfaktoren
• Der interkulturelle Kontext: Rahmenbedingungen und Anwendungen
• Anwendungsfelder der Teilnehmer – z.B. Team, Führung, Entsendung, Persönlichkeit, Change, …
 

Die Veranstaltung findet auf Zoom in 4 Zeitslots (vo 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr) statt.

Im Vorfeld erhalten Sie ein Paket mit dem erforderlichen LEGO-Material.

Die Kosten für SIETAR-Mitglieder sind 497,00 € zzgl. MwSt., für Nicht-Mitglieder: 797,00 € zzgl. MwSt. Dies ist ein Spezialpreis (sonst 997,- Euro) für SIETAR Mitglieder und Interessierte. Im Preis enthalten ist ein Lego-Starter-Kit im Wert von 50,- Euro.

Erfahren Sie mehr über Steffen Powoden: https://www.elements-of-learning.de/home/ und Stephan Hild: https://www.cultural-consultant.com/
Vorstandsmitglied Stephan Hild begleitet das Projekt ehrenamtlich.

 

Ihre Anmeldung schicken Sie bitte an Gaby Hofmann im Sekretariat.

Bitte beachten Sie die Anmeldefrist bis zum 8. Februar 2021

RG München 26.01.21: “Transkulturelle Kompetenz”

 

Das virtuelle Gruppentreffen der RG München am 26. Januar (18:30 Uhr) wird sich dem Thema “Transkulturelle Kompetenz” widmen.

 

Dr. Julika Baumann Montecinos und Tobias Grünfelder werden referieren.

“Die Perspektive der Transkulturalität betont die Durchdringungen, Verflechtungen und Verbindungen von Kulturen in Kontexten der Globalisierung. Transkulturelle Kompetenz kann sich dann auf die allgemeine Fähigkeit beziehen, mit kultureller Vielfalt, Komplexität und Unsicherheit produktiv umzugehen und neue Gemeinsamkeiten zu entwickeln, um in globalen Netzwerken über Grenzen hinweg erfolgreich zusammenzuarbeiten. In ihrem Vortrag stellen Dr. Julika Baumann Montecinos und Tobias Grünfelder ihre aktuellen Forschungszugänge zu diesem Ansatz vor und laden die Teilnehmenden ein, sich über Implikationen für die Praxis auszutauschen.”

 

Dr. Julika Baumann Montecinos leitet die Forschungsgruppe Transcultural Competence und ist Projektmanagerin der „Transcultural Caravan“ am Leadership Excellence Institute der Zeppelin Universität.

Tobias Grünfelder ist Doktorand an der Zeppelin Universität, Zauberkünstler, Kultur-Botschafter für das Goethe-Institut und Interkultureller Trainer. Die beiden verbindet die Begeisterung für ihre gemeinsame Forschung und für die Arbeit an innovativen Konzepten und Trainingsformaten, die den produktiven Umgang mit Vielfalt und Komplexität in den Vordergrund stellen.

 

Bitte registrieren Sie sich über Zoom. Nach der Registrierung werden SIe eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Link zur Teilnahme am Meeting erhalten.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung!

 

 

Den Vortrag des letzten virtuellen Regionalmeetings von Matthieu Kollig und Anna Schwark zum Thema “Deep Culture Learning” finden Sie hier.

Neue Leiterinnen der Regionalgruppe Frankfurt-Rhein-Main/Unterfranken

Wir freuen sehr, verkünden zu können, dass Prof. Renate Link und Dr. Pritima Chainani-Barta zukünftig die Geschehen in und rund um die Regionalgruppe Frankfurt-Rhein-Main/Unterfranken leiten werden!

Was sagen die beiden Frauen selbst dazu?

„Da wir beide Expertise und Erfahrung mit Interkulturalität im Bildungsbereich mitbringen, sind für uns natürlich sozial- und bildungspolitische Themen von besonderem Interesse. Wir sind jedoch offen und es ist uns sehr wichtig, die Interaktion innerhalb unserer Regionalgruppe zu fördern und die Schwerpunkte von Veranstaltungen und Treffen an den Interessen der Mitglieder auszurichten.

Wir freuen uns, Sie/Euch alle im Neuen Jahr kennen zu lernen und die Aktivitäten unserer Regionalgruppe gemeinsam mit Ihnen/Euch zu gestalten. Wir werden uns Anfang 2021 mit einer Einladung zu einem ersten virtuellen Get-together bei Ihnen/Euch melden.”

Ganz herzlich verabschieden möchten wir an dieser Stelle das bisherige Leitungsduo, Antje Boijens und Rudi Camerer. Wir danken Ihnen für ihre langjährige, ambitionierte Arbeit und die außergewöhnlichen Events, wie die diesjährige „Moving Online“-Serie, die sie immer wieder auf die Beine gestellt haben.

Mehr zur Regionalgruppe Frankfurt-Rhein-Main/Unterfranken, finden Sie hier

Sietar RG-Treffen Stuttgart 25.11.20,18.30 h – Frauen in MINT-Bereichen – gibt es eine kulturelle Komponente?

Liebe SIETAR Kolleginnen und Kollegen, liebe Interessierte der SIETAR-Regionalgruppe Stuttgart,

 

gerne möchten wir Sie / Euch einladen zu unserem nächsten Stuttgarter Sietar-Regionalgruppentreffen am Mittwoch, den 25. November um 18.30 Uhr.

 

Das Treffen findet statt in Kooperation mit dem Regional Chapter Baden-Württemberg von EWMD Deutschland (European Women’s Management Development Network https://www.ewmd.org/ ) .

Unser Thema ist „Studium und Berufstätigkeit von Frauen in MINT-Bereichen – gibt es eine kulturspezifische Komponente?

 

Warum bedarf es in Deutschland einer Vielzahl von Initiativen, um Frauen für ein Studium in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu begeistern? Wie sieht es in anderen Ländern aus? Und können wir –  vor unserem Erfahrungshintergrund – die These stützen, dass mit wachsender Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft der Frauen-Anteil in MINT-Berufen besonders gering ist?

 

In einer Podiumsdiskussion mit Impulsvorträgen aus verschiedenen Ländern und Regionen möchten wir miteinander ins Gespräch kommen und die Erfahrungen beider Netzwerke teilen. Wir freuen uns auf Beiträge von Dr. Maryam Kazemi-Manesh (Iran), Dr. Zeina Matar (Libanon), Flavie Singirankabo (Burundi), Molly Ng (Malaysia), Bronislawa Szczesniak (Polen), Xufen Zhang (VR China) und Renée Karrenbrock (USA).

 

Wir hatten den Termin 25. November bereits Anfang dieses Jahrs festgesetzt, um den Austausch und das Kennenlernen zwischen Sietar und EWMD zu fördern. Leider ist – coronabedingt – ein persönliches Treffen nun nicht möglich, daher treffen wir uns virtuell auf Zoom. Im Anschluss an die Diskussion werden wir die Möglichkeit zum Netzwerken in virtuellen Gruppenräumen bieten.

Organisatorisches:

Termin: Mittwoch, 25. November 2020, 18:30 Beginn der Veranstaltung.
Anmeldung: An der Veranstaltung können SIETAR- Mitglieder und Nicht-Mitglieder kostenfrei teilnehmen. Anmeldungen bitte über Eventbrite:

https://www.eventbrite.de/e/128499520525. Danach erhaltet Ihr den Zoom-Link.

 

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch!

 

Herzliche Grüße und bis zum 25. November 2020

 

Monika Krause (Sietar Deutschland e.V., Regionalgruppe Stuttgart)

Dr. Maryam Kazemi-Manesh und Dr. Antigoni Chrysostomou (EWMD Germany, Chapter Baden-Württemberg)

LEGO® Serious Play® – ONLINE Qualifizierung für Interkulturalist*innen 

LEGO® Serious Play® – ONLINE Qualifizierung für Interkulturalist*innen 
Entwicklungsprozesse mit Kopf, Herz und Hand gestalten
Wann: 4./5. Dezember 2020
Wie wäre es mit einer Methode, die sowohl live wie online funktioniert?
…mit der man komplexe und abstrakte Sachverhalte einfach und begreifbar darstellen kann?
…die 100% der Teilnehmer in Workshops zu 100% einbinden kann?
…die man in Training, Coaching und Beratung oder gar zur Auftragsklärung und Konzeptionierung gleichermaßen einsetzen kann?
…aus der man auch kleine nützliche Sequenzen in seine Konzepte einbauen kann?
…die eine unglaubliche Begeisterung bei Teilnehmern wie Auftraggebern auslöst?
…und die auch noch mit Spaß und Leichtigkeit Tiefgang erzeugt?
 
Dann sind Sie hier genau richtig:
LEGO® Serious Play® (LSP) zählt als innovative Problemlösungs-, Kreativitäts- und Kommunikationsmethode aktuell zu den wichtigsten agilen Instrumenten für Unternehmen in der digitalen Transformation. Als 3-D-Drucker für Gedanken legen die LEGO®-Steine Unbewusstes offen und sind eine universelle Sprache, um gegenseitiges Verständnis erleichtert. Gerade in der zunehmend komplexen, unsicheren, volatilen und mehrdeutigen VUKA-Welt eine Qualität, die seinesgleichen sucht. Damit ist LSP eine Methode, die für Trainer, Berater, Moderatoren und Prozessbegleiter eine großartige Bereicherung ihres Methodenkoffers darstellen kann.
LEGO® SeriousPlay® wurde entwickelt, um wichtige Aspekte des Spielens wie Kreativität, Freude und Inspiration mit ernsten Belangen der Geschäftswelt zu verbinden. LEGO®-modelle können jeden Gedanken, jedes Erlebnis oder Vorhaben im spielerischen Kontext („Play“) dreidimensional visualisieren. Damit stellt die Methode eine tiefgründige Kommunikation und zielführende Themenbearbeitung („Serious“) sicher. Nutzen auch Sie das volle Potenzial Einzelner und der ganzen Gruppe. Durch die universelle Sprache der LEGO® -Steine wird die Kommunikation und das Verständnis erleichtert.
 
Nach diesem Workshop sind Sie gerüstet, eigene Workshops nach dieser Methode zu konzipieren, Sequenzen daraus in Ihre Konzepte zu integrieren und Menschen sowie Unternehmen in komplexen Prozessen noch besser zu begleiten, auch und insbesondere im interkulturellen Kontext.
 
Inhalte:
• Die 4 Grundschritte des LEGO® -SeriousPlay® Basisprozesses
• Individual models, Shared models, System models
• Aufbau und Struktur eines LEGO® -Workshops
• Aufgaben und Rolle des LEGO® -Prozessmoderators
• Transfer in das eigene Umfeld
• Praktische Übungen
• online und offline – Unterschiede, Möglichkeiten, Erfolgsfaktoren
• Der interkulturelle Kontext: Rahmenbedingungen und Anwendungen
• Anwendungsfelder der Teilnehmer – z.B. Team, Führung, Entsendung, Persönlichkeit, Change, …
 
Die Veranstaltung findet auf Zoom in vier 90-min-Zeitblöcken (9:00-10:30, 11:00-12:30, 13:30 – 15:00, 15:30 – 17:00) statt.

Im Vorfeld erhalten Sie ein Paket mit dem erforderlichen LEGO-Material.

Die Kosten für SIETAR-Mitglieder sind 497,00 € zzgl. MwSt., für Nicht-Mitglieder: 797,00 € zzgl. MwSt. Dies ist ein Spezialpreis (sonst 997,- Euro) für SIETAR Mitglieder und Interessierte. Im Preis enthalten ist ein Lego-Starter-Kit im Wert von 50,- Euro.

Erfahren Sie mehr über Steffen Powoden: https://www.elements-of-learning.de/home/ und Stephan Hild: https://www.cultural-consultant.com/
Vorstandsmitglied Stephan Hild begleitet das Projekt ehrenamtlich.

Anmeldungen schicken Sie bitte an Gaby Hofmann im Sekretariat.

Bitte beachten Sie die Anmeldefrist bis zum 20. November
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SIETAR Japan Online Conference 2020

 

Unter dem Titel “Reimagining the Intercultural Landscape in Times of Adversity” findet am 07. und 08. November die SIETAR Japan Online Conference statt.

Dabei sollen die besonderen Umstände des Jahres 2020 nicht nur formal berücksichtigt werden (durch das Online Format), sondern auch inhaltlich im Mittelpunkt stehen:

WELCOME! ようこそ!

We are delighted to have you join our 35th annual conference, which is the first to be held online.

2020 has already proven to be a year of incredible pain, with the worldwide death toll from Covid-19 reaching over a half million people and continuing to grow, and heartbreak, at the racial injustice, hatred and violence that continues without recognition of our shared humanity. It is unimaginable to go back to the world we accepted as normal just a few short months ago.

And so we begin to reimagine our world, and the Intercultural Landscape that SIETAR Japan is a part of. This year’s annual conference will be an opportunity for timely dialogue and commitment to the future, with the theme of Reimagining the Intercultural Landscape in Times of Adversity.

We have planned two days of interactive virtual events, headlined by two keynote webinars. Our invited speakers will lead us in an exploration of what it means to be an interculturalist in these times of immense change and opportunity. How can we have a real impact and shape our future?

 

Weitere Infos, zum Programm und deren Speakers, finden Sie HIER.

Direkt zur Registrierung gelangen Sie HIER.

Die Anmeldefrist endet am 29. Oktober.

RG Köln-Rhein-Ruhr 24.09.: “Thema Cultural Neuroscience” mit Matthieu Kollig

Wir laden herzlich zum kommenden Abend zum Thema Cultural Neuroscience mit Matthieu Kollig ein im Rahmen unseres virtuellen SIETAR Online-REGIOabends KÖLNRHEINRUHR am 24. September 2020 von 19.00  bis 20.30 UHR

 

Folgende Fragestellung steht im Zentrum:

 

Wie lassen sich Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften in der interkulturellen Bildung nutzen? – Anregungen für Trainer und Lehrende


Zum Vortragenden: Dipl.-Psych. Matthieu Kollig war von 2009 bis 2011 Vorstandsmitglied und zweiter Vorstandsvorsitzender von SIETAR Deutschland e.V. und Vorstandsmitglied von SIETAR Europa. Seit 2006 arbeitet er selbstständig als interkultureller Coach und Trainer. Vorher hat er als Projektleiter bei InWEnt (heute GIZ) interkulturelle Trainings für ausreisende Entwicklungsfachkräfte ausgerichtet. Seit 2013 integriert er neurowissenschaftliche Erkenntnisse in seinen Beratungs- und Bildungsangeboten und bietet dazu Fortbildungen an.  


Ablauf:


19.00 Uhr  Begrüßung und Vorstellung der TeilnehmerInnen
19.15 Uhr  Einführung: „Cultural Neuroscience“
19.30 Uhr  Anwendungsbeispiel
20.00 Uhr  Austausch
20.30 Uhr  Ende


Wir freuen uns auf einen anregenden und lehrreichen Abend und Austausch mit Euch/ Dir! 

 

Der Link zum online-Meeting erhaltet Ihr nach Anmeldung zeitnah.

 

Wir freuen uns auf Euch!


Herzliche Grüße

Christina Röttgers & Jacky Crawford

Einladung zum Online-Workshop | Kreative Online-Methoden

Webinare können mehr sein als betreutes Lesen mit Power Point Folien!

SIETAR Deutschland freut sich, ein Online-Workshop mit Zamyat M. Klein anzukündigen. Dieser Workshop zeigt, wie Sie Live-Online-Seminare kreativ, lebendig und unter Einbeziehung der Teilnehmer gestaltet können. Der Workshop findet in 2 Teilen am am 2. und 3. Oktober 2020, jeweils von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr. Der 1. Teil findet auf edudip next statt und der 2. Workshop bei Zoom. So lernen die Teilnehmenden gleichzeitig zwei Plattformen kennen und welche Möglichkeiten und Werkzeuge der interaktiven Arbeit es dort gibt.

Die Kosten für SIETAR-Mitglieder sind 197,00 € zzgl. MwSt., für Nicht-Mitglieder: 267,00 € zzgl. MwSt.

Erfahren Sie mehr über Zamyat M. Klein auf Ihrer Webseite.

Anmeldungen schicken Sie bitte an Gaby Hofmann im Sekretariat.

 

Bitte beachten Sie die Anmeldefrist bis zum 18. September.

 

RG Rhein-Main-Neckar 23.07.: “Paradigms, Pandemics & Power: Lessons for Intercultural Communication Theory & Practice”

Im 6. Teil der “Moving Online” Series der Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar wird Prof. Milton J. Bennett in einem Webinar über “Paradigms, Pandemics & Power: Lessons for Intercultural Communication Theory & Practice” sprechen.

 

“The disruptive covid-19 pandemic has exposed a broader section of society to long- existing issues of social injustice, resulting in dramatically more powerful demands for counteracting a legacy of colonialism and racism. But there is another disruption fueling these demands, and we neglect it at the risk of losing this opportunity for social change.  We are on the crest of a paradigm shift — a fundamental change in the way that we understand reality. Previous paradigm shifts have been dangerous times, fraught with conspiracies and virulent nostalgia, and this one seems no exception. As practicing interculturalists, we can resist the temptation to do more of the same, more strongly, and direct our efforts into the game-changing new paradigm.”

 

Dr. Milton J. Bennett  directs the Intercultural Development Research Institute located in the USA and Italy (www.idrinstitute.org). He is an adjunct professor of intercultural communication at the University of Milano-Bicocca and an active consultant to corporations and universities. Dr. Bennett studied physics and English literature at Stanford University, psycholinguistics at San Francisco State University, and received the Ph.D. in intercultural communication and sociology at the University of Minnesota. He originated the Developmental Model of Intercultural Sensitivity and authored Basic Concepts of Intercultural Communication: Paradigms, Principles, and Practices.

 

Die Veranstaltung wird über ZOOM stattfinden.
Uhrzeit: 17:00 – 18:00 Uhr (CET)
Bei Interesse einfach eine E-Mail senden an: regiofrankfurt@sietar-deutschland.de
Die Zugangsdaten werden Ihnen dann mitgeteilt

RG Köln-Rhein-Ruhr: Sommertreff am 14. August 2020

 

Die RG Köln-Rhein-Ruhr veranstaltet am 14. August einen Sommertreff unter dem Motto „Endlich einmal wiedersehen“.

„Nach der langen Pause möchten wir endlich wieder einmal die Gelegenheit bieten, uns live und in Farbe zu treffen. Wir laden unsere Regionalgruppenmitglieder nach draussen in einen Garten ein. Wir freuen uns darauf, gemeinsam einen Sommerabend zu geniessen und uns zu aktuellen Themen auszutauschen.”

Anmeldung: regiorheinruhr@sietar-deutschland.de

Ort: wird bei Anmeldung bekannt gegeben

Datum: Freitag, 14. August 2020, 19-22 Uhr

Nur für Mitglieder, max 20 Personen

Wechsel im Vorstand von SIETAR Deutschland e.V. // SIETAR Germany elects new board members

 

SIETAR Deutschland e.V. hat seit dem 20. Juni 2020 einen neuen Vorstand. Der insgesamt 7-köpfige Vorstand besteht aus Christiena Kirchhoff – 1. Vorsitzende; Monika Krause – 2. Vorsitzende; Stephan Hild – Schatzmeister; Julia Johnansen – Ressort SIETAR Europa; Michelle Cummings-Koether – Ressort Wissenschaft & Forschung; Dr. Iris Wangermann – Ressort Weiterbildung und Alejandro Pastor – Ressort Young Professionals. Hinzu kommt auch weiterhin Gaby Hofmann als leitende Person in der SIETAR Deutschland Geschäftsstelle. Der neu gewählte Vorstand freut sich sehr darauf die Entwicklungen des Vereins weiterhin positiv nach vorne zu bringen!

An dieser Stelle möchten wir uns von den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern verabschieden und ihnen nochmal einmal herzlich für Ihr Engagement der letzten Jahre danken: Frank Beckmann, Derek Tronsgard, Antje Boijens und Gary Thomas (wechselt in den organisatorischen Beirat)

//

We are happy to announce that SIETAR Deutschland e.V. has a new Board as of 20. June. The 7-member board consists of Christiena Kirchhoff – 1st Chairwoman; Monika Krause – 2nd Chairwoman; Stephan Hild – Treasurer; Julia Johnansen – SIETAR Europa; Michelle Cummings-Koether – Science & Research; Iris Wangermann – Education and Alejandro Pastor – Young Professionals. In addition, Gaby Hofmann will continue to be the head of the SIETAR Deutschland office. The newly elected Board is looking forward in continuing to bring the developments of the association forward!

We would like to take this opportunity to thank the departing members of the board for their commitment over the past years: Frank Beckmann, Derek Tronsgard, Antje Boijens and Gary Thomas (moves to the organisational advisory board).

RG Westfalen 23.07. Online Treffen: „Wie interaktiv kann ein interkulturelles online Training sein? Vorstellung ausgewählter Apps”

Das erste Online-Regionaltreffen unserer Gruppe aus Westfalen

Thema: Wie interaktiv kann ein interkulturelles Online Training sein? Vorstellung ausgewählter Apps”

 

Moderation: Ghotai Sardehi-Nurzai (Foto) und Mechthild Müller

Kontakt/Anmeldung: regiowestfalen@sietar-deutschland.de

Am 23.07.2020 von 17:00 bis 18:30 statt.

 

Inspirierendes Mentoring zwischen München und Berlin – Ein Erfahrungsbericht

 

Ein Erfahrungsbericht von Anna Schwark (Mentee) und Cornelia Schultheiss (Mentorin) zum SIETAR Deutschland Mentoringprogramm

 

Wer glaubt, dass bei Mentoringprogrammen nur der_die Mentee neues lernt, wird sich wohl eines Besseren belehren lassen müssen. In unserem Fall war die Teilnahme am Mentoring-Programm von SIETAR für beide Seiten eine wunderbare Quelle der Inspiration und eine hervorragende Möglichkeit uns unserer eigenen Profile und USPs bewusster zu werden. Ganz nebenbei konnten wir beide auch einen faszinierenden neuen Menschen kennen und schätzen lernen, mit dem wir ohne das Programm höchstwahrscheinlich nicht so einen regen Austausch gehabt hätten.

Wir sind sehr unterschiedlich bezüglich vieler Dimensionen: Alter, Erfahrungen, Lebenssituation, Entwicklungsstand als Trainerinnen und natürlich den daraus entstehenden Fragestellungen. Vielleicht kann man hier auch noch die Denkweise mit aufnehmen. Zumindest bezüglich der Ausgangspunkte, denn bezüglich der Grundeinstellung gegenüber anderen Menschen sind die Unterschiede plötzlich gar nicht mehr so groß. Genau diese Grundhaltung und der Wille voneinander zu lernen hat unser Mentoring wahrscheinlich auch so erfolgreich gemacht.

So hat Cornelia mir als Mentee unglaublich viele neue Impulse mitgegeben. Unsere Gespräche und ihre Unterstützung motivieren mich immer wieder „dran zu bleiben“ und mich als Trainerin weiterzuentwickeln. In einigen Aspekten hat sie sogar eine Vorbildfunktion für mich eingenommen. Auch Cornelia, als Mentorin, hat von manchen Situationen sogar als Mentee profitiert und konnte ihre Gründungsphase auf angenehme Weise nochmal Revue passieren lassen. Durch unsere verschiedenen Sicht- und Herangehensweisen ist ihr und auch mir außerdem die Vielfalt der möglichen Ansätze in unserem gemeinsamen Thema noch bewusster geworden.

Da wir in München und Berlin leben, fanden unsere monatlichen Gespräche via Skype statt. Trotz der „Technik“ dazwischen, musste wir keine Abschläge bezüglich der Qualität der Gespräche machen. Ein kleiner Höhepunkt war dennoch unser Treffen bei einem ausführlichen Frühstück in Berlin. Wenn sich die Möglichkeit ergibt wird das mit Sicherheit wiederholt. Ob in München, Berlin oder ganz woanders, denn bei einem Treffen mit netten Menschen zu einem spannenden Austausch ist der Ort ja schon fast egal. Das Mentoringprogramm ist für uns somit ein weiterer wichtiger Nutzen unserer Mitgliedschaft bei SIETAR – auf professioneller und persönlicher Ebene.

 

MEHR ZUM MENTORING PROGRAMM

RG München 24.09. Webinar: “Open Online Catalogue of Intercultural Tools for Vocational Education and Training”

 

Referentin: Simona Fabellini

CIT4VET – Open Online Catalogue of Intercultural Tools for Vocational Education and Training ist eine frei zugängliche Datenbank und wurde speziell zur Förderung interkultureller Kompetenzen im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung entwickelt. Simona Fabellini wird das EU-geförderte Projekt und die Online-Datenbank vorstellen. Sie wird zeigen, wie die über 100 gesammelten Tools der Datenbank es Trainer*innen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung ermöglichen, ihre interkulturellen Kompetenzen zu beurteilen, weiterzuentwickeln und in Trainings anzuwenden. Darüber hinaus stellt Simona Fabellini vor, wie Trainer*innen der beruflichen Aus- und Weiterbildung unter Berücksichtigung des erfahrungsorientierten Lernens ihre Trainings auf die Bedürfnisse kulturell diverser Zielgruppen abstimmen können.

Donnerstag, 24. September 2020 – 18:30 – 20:30 Uhr

Um teilzunehmen bitte über den folgenden Link registrieren: https://zoom.us/meeting/register/tJUqfuitpjIoH9MA1dO8uYmCQDVVJO2-D1-I.

Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Link zur Teilnahme am Meeting. 

RG München 23.11. Webinar: “Deep Culture Learning”

 

ReferentInnen: Matthieu Kollig und Anna Schwark

 

Worauf liegt unser Fokus, wenn wir interkulturelle Trainings geben? Bieten wir Erkenntnisse über nicht anwesende “Andere” an? Oder klären wir darüber auf, was mit uns “Selbst” (mit den Anwesenden) geschieht, wenn wir uns interkulturellen Herausforderungen stellen? Autoren wie Joseph Shaules laden uns dazu ein, den Fokus von den “Anderen” auf das “Selbst” zu verschieben. Dieses Thema möchten Matthieu Kollig und Anna Schwark an diesem Abend beleuchten und Impulse dafür geben wie Konzepte aus dem Deep Culture Learning Modell nach Joseph Shaules im Training einfließen können.

 

Montag, 23. November 2020 – 18:30 – 20:30 Uhr

Anmeldung per Mail: regiomuenchen@sietar-deutschland.de

Stellungnahme des Organisationsteams zum abgesagten SIETAR BarCamp 2020

Liebe Teilnehmende, liebe Interessierte, liebe Sietar-Mitglieder,

wir, Euer BarCamp-Organisationsteam, bedauern es sehr, dass wir das für den 10. – 13. Juni 2020 geplante BarCamp auf dem LebensGut in Pommritz absagen müssen.

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen durch die COVID 19-Pandemie ist es uns leider nicht möglich, in diesem Zeitraum eine Präsenzveranstaltung stattfinden zu lassen.
Aber: aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Wir haben es weiter ganz fest vor, das BarCamp auf dem LebensGut zu veranstalten, und hoffen, dass wir uns – vielleicht im nächsten Jahr – dort treffen können, um gemeinsam eine inspirierende und erlebnisreiche Zeit zu verbringen.

Bleibt gesund und passt gut auf Euch auf. Wir melden uns wieder, sobald es etwas Neues gibt.

 

Euer BarCamp-Team
Christine Wirths, Dr. Iris Wangermann, Monika Krause, Robert Gibson.

www.sietar-forum.de

Was für ein großartiger Congress!

Ein Erfahrungsbericht zum SIETAR Europa Congress 2019 in Belgien

von Derek Tronsgard

 

Was für ein großartiger Congress! Der Sietar Europa Congress 2019, unter dem Motto „Building Dialogues on Diversity“ ist nun zu Ende gegangen. Im schönen Löwen, Belgien, kamen gut 500 Interkulturalist_innen aus der ganzen Welt zusammen. Ich habe tolle Gespräche geführt, viel Inspiration gesammelt und vor allem wurde ich sehr daran erinnert wie wichtig interkulturelle Kompetenz in unserer heutigen Welt ist.

Begrüßt wurden die Congress-Teilnehmer_innen vom Bürgermeister der Stadt Löwen, Herrn Mohamed Ridouni. Er hieß uns in seiner Stadt mit einer inspirierenden Rede über Energie, die freigesetzt wird, wenn man auf Offenheit, Empathie und der Kraft der Diversität setzt, willkommen.

Ich habe in vielen Reden auf dem Congress ein Gefühl der Dringlichkeit empfunden. Schon am ersten Tag ließ uns Aminata Cairo an ihrer bewegenden Geschichte über den Einfluss der Ereignisse in Ferguson, MO teilhaben. Sie hat mit uns gesungen und hat uns aufgefordert, genau zu überlegen aus welchen Gründen und zu welcher Zeit man schweigt, anstatt eine Stimme zu erheben.

Wir Interkulturalist_innen wurden regelrecht aufgefordet, vermehrt Dialoge zu fördern und unsere Diversität zu nutzen: Leadership, Unconscious Bias, Vorurteile, Polarisierung, interkulturelle Stärke, Inklusion, kulturelle Anpassung im Kontext der Migration, kulturelle Identität und kulturelle Diversität – es wurden viele ernste Themen mit großer gesellschaftlicher Relevanz besprochen.

Ein besonderes Highlight des Congresses war das Film Festival. Ich fand den Film „Brown Eyes, Blue Eyes“ von Seyda Buurman-Kutsal besonders stark. Der Kurzfilm zeigte die Perfidität der Privilegien von In-Groups gegenüber Out-Groups auf schonungslose Art. Der Film „Our Man in Teheran“ gab Einblicke in den modernen Iran, durch die Augen von starken iranischen Frauen. Wir durften lachen, als wir die Abenteuer von Eishockey-spielenden Somalis in Schweden sahen und wurden sehr nachdenklich, als wir Gesprächen aus Molenbeek lauschen durften, dem bis zu den Paris-Attentaten relativ unbekannten Stadtteil von Brüssel, der kurzzeitig im Scheinwerferlicht der ganzen Welt gestanden hatte.

Natürlich gab es auch reichlich Input für die Trainer_innen. Es wurden ganz praktische Übungen zu den Themen Leadership Development, Change Management, Difficult Conversations, Storytelling und Collaboration angesprochen. Zum Beispiel führte Matthew Hill – alleine! – mit 65 Teilnehmern aufgeteilt in 8 Gruppen durch zwei unterschiedliche Übungen zu Kollaboration durch. Großartig!

Wir waren sehr erfreut, dass SIETAR Deutschland so gut auf dem Congress vertreten war. Zehn SIETAR Deutschland Mitglieder haben Vorträge gehalten und es waren zusätzlich über 50 SIETAR Deutschland Mitglieder als Teilnehmende mit dabei. Ich lade Sie alle ein, auf LinkedIn die großartigen Zusammenfassungen zu lesen.

Am Ende nochmals einen Riesendank an SIETAR Europa für die Organisation eines so schönen Congresses. Ich hoffe sehr, dass wir Interkulturalist_innen dem Aufruf zum Dialog, der auf dem Congress allgegenwärtig war, nachkommen und die Chancen durch Diversität, die so schön aufgezeigt wurden, realisieren!

 

Abenteuer SIETAR-Mentoring: Gemeinsam auf Schatzsuche

 

 

Wie haben wir das SIETAR-Mentoring erlebt und was wollen wir anderen aus dieser Erfahrung mitgeben?

Wir, das sind Wiebke Homborg (Mentée), Chameleon, und Sabine Horst (Mentorin), QuinteSentio. Aus der Reflexion unserer persönlichen Erfahrungen während des gemeinsamen Jahres ist eine Geschichte entstanden. Unsere Geschichte, mit der wir uns nun auch aus den Rollen, die wir hinter uns lassen, verabschieden. Wir haben diese als eine Helden-Geschichte erlebt, mit der wir nun auch für das Programm werben wollen. Denn wir haben das Mentoring als eine sehr bereichernde SIETAR-Initiative erlebt, aus der wir beide dankbar viel in unsere Zukunft mitnehmen. Dieses Erleben wünschen wir vielen anderen auch.

 

Wie alles begann

Wiebke fand sich als frisch gebackene interkulturelle Trainerin und SIETAR-Mitglied in einem Wechselbad an Gefühlen. Sie hatte sich zu einer professionellen Weiterbildung aus dem Wunsch heraus entschlossen, ihre internationale Berufs- und Lebenserfahrung gestützt auf ihren biografischen Wurzeln als Third Culture Kid zu professionalisieren. Und so waren da ihr Rucksack voller Qualifikationen und Erfahrungen, der berechtigte Stolz auf die abgeschlossene Weiterbildung und die Begeisterung, damit gleich loszulegen. Diesem Gefühl der inneren Stärke und Motivation folgte jedoch mit verlässlicher Regelmäßigkeit eine Orientierungslosigkeit: Wie soll sie sich auf diesem unübersichtlichen Markt zurechtfinden? Die Akquise erwies sich mühsamer als erwartet und Wiebke wünschte sich jemanden zur Hilfe, ihre Energie in lohnende Bahnen zu lenken. Das Angebot eines Mentoring über SIETAR kam für sie daher genau zum richtigen Zeitpunkt.

So begegnete sie Sabine – virtuell, da Wiebke in Hannover lebt und Sabine in Stuttgart. Sabine ist seit mehr als 25 Jahren in der internationalen Personal- und Führungskräfteentwicklung tätig. Seit vielen Jahren bei SIETAR engagiert, sehr positiv Mentoring-erfahren und grundsätzlich immer neugierig, offen und an Austausch, Weiterentwicklung und neuen Begegnungen interessiert, war sie gleich angetan von dem neuen SIETAR-Engagement.

Was wie von Zauberhand erscheint, erfordert viel Know-how und Gespür: das Matching der Kandidaten. Und bei uns beiden hat es gleich auf der richtigen Wellenlänge „gefunkt“. Eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgversprechendes Mentoring war erfüllt: die Chemie stimmte! Und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg, klärten Erwartungen, Wünsche, Hoffnungen und einen formalen Rahmen. Eine schriftliche Vereinbarung von SIETAR besiegelte unsere Absprachen. Ein wichtiges Ritual für eine professionelle Beziehungsgestaltung. Monatlich trafen wir uns von da ab per Skype.

 

Überwindungen und Hürden

Also noch weitere Termine im Kalender … Da sind auf der einen Seite Lust, Überzeugung, etwas Wichtiges zu tun, Freude auf die neue Wegbegleiterin, auf neue Erlebnisse und Erfahrungen – und auf der anderen Seite der gut gefüllte Kalender. So bestand eine von Sabines Herausforderungen als sowohl Begleiterin und Betroffene von VUKA zunächst darin, den Raum zu schaffen. Erfolgreich! Denn uns beiden waren gleichermaßen Verbindlichkeit, Verlässlichkeit, Professionalität und Loyalität ein großes Anliegen. Das erfordert, die Treffen entsprechend zu gewichten. Und so ist uns die Regelmäßigkeit mit nur wenigen Ausnahmen von Terminverschiebungen gelungen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Aufbau einer vertrauensvollen Zusammenarbeit auf Augenhöhe und Gewährleistung einer persönlichen Entwicklung. Ebenso hatten wir immer konkrete Themen und Fragen, so dass wir uns in jedem Treffen ergebnis- und zielorientiert austauschen konnten. Manchmal ging es uns beiden aber auch nur darum, mal Dampf abzulassen.

Wenn man sich so sehr mit dem identifiziert, was man tut, wie wir und viele andere unserer Kolleginnen und Kollegen, dann geht es in einem Mentoring nicht nur um Fachliches, um Strategien, sondern auch um Emotionen. Da gilt es, das ein oder andere auch einfach gemeinsam auszuhalten. Dazusein, auch wenn keine konkrete Lösung – noch nicht einmal ein Ansatz – sichtbar wird. Für Sabine war es eine Herausforderung, Wiebke zu ermutigen, auf ihre starken inneren Stimmen zu hören, auch wenn die scheinbare Vernunft manchmal einen anderen Weg gewählt hätte. Die Zeiten waren „früher“ doch anders … Was ist aus ihrer Geschichte wirklich hilfreich? Sabine hat über die Zeit hier eine große Gelassenheit entwickelt in dem Erlebnis, dass Wiebke ihren eigenen Weg gestaltet und durchaus auch andere Meinungen und Einschätzungen vertrat. Hier entwickelte sich ein großes Vertrauen zwischen uns beiden.

Wiebke war immer schon mit einem hohen Anspruch an sich selbst unterwegs, was manchmal auch als Ursache für Blockaden, für Unsicherheiten und mangelndes Selbstvertrauen wirkt. Die innere Kritikerin brauchte eine gute Rolle im inneren Team und hat sie im Laufe des Mentoring noch besser als positive Antreiberin und Qualitätssicherer gefunden. “Progress not perfection“ ist Wiebkes Leitsatz geworden, um die Kritikerin im Sinne eines „growth mindset“ immer wieder stimmig zu positionieren.

Sabine hat viel mitgenommen aus Wiebkes überzeugenden, tollen Ideen, ihrer Kreativität und Offenheit neuen Medien gegenüber und ihrer Art, die Dinge offensiv, aktiv und sehr fundiert anzugehen. So entstanden für beide co-kreativ neue Ideen, Lösungswege und Netzwerke. Ein wichtiger Aspekt war hierbei das interdisziplinäre Denken. Die Perspektiven zu erweitern statt mit der inneren Kritikerin zu begrenzen. Hier haben wir beide sehr von unseren unterschiedlichen Lebens- und Berufswegen und persönlichen und beruflichen Entwicklungen profitiert. Es war auch sehr spannend für uns zu sehen, warum die andere welche Entscheidungen für Weichenstellungen getroffen hat. In dieser Ideen-Entwicklung zu neuen Formaten, der Einbindung von Social Media, Vernetzung mit Experten aus anderen Disziplinen wie Coaching, Mindfulness in Organisationen etc. entstanden neue Ansätze zur Positionierung von interkultureller Kompetenz im Angebot als Trainer/-in und Coach.

 

Wofür hat sich das alles gelohnt?

Die Fragen: Welche Aufträge und Kunden möchte ich anziehen? Was will ich und was nicht? und weitere Fragen, die sich hieran anschließen, beschäftigen uns vermutlich ein Berufsleben lang.
Wiebke empfand, dass sie aus dem gemeinsamen Weg den Mut mitgenommen hat, mehr Authentizität zu wagen und ihren individuellen Weg weiter zu gehen. Sie entwickelte ebenso den Mut, sich für eine Coaching-Ausbildung zu entscheiden und damit einen langgehegten Wunsch in die Tat umzusetzen. In ihr wuchs mehr Sebstbewusstsein für ihre Einzigartigkeit, die in ihrer spannenden, persönlichen Historie liegt, einen wertvollen Beitrag zu interkulturellen Themen und Coaching leisten zu können. Diese Themen und die intensive Arbeit daran waren auch für Sabine sehr wertvoll. Denn durch die Fragen und Anliegen Wiebkes half es auch ihr, nochmals bewusst Dinge zu hinterfragen, die zur Selbstverständlichkeit geworden waren, Erfahrungen und Ressourcen zu wertschätzen, Entscheidungen zu treffen und an der ein oder anderen Stelle ihre Aktivitäten zu fokussieren.

 

Was hat uns geholfen, Herausforderungen zu meistern?

Wiebke findet, dass der innere Drang zu Veränderung und Wachstum ihr geholfen hat, die Herausforderungen, die sich ihr über das Jahr gestellt haben, zu meistern. Der Wunsch nach Selbstverwirklichung und Sinnhaftigkeit. Die Leidenschaft für Menschen und interkulturelle Themen. Die Zuversicht, dass sie es schon irgendwie schaffen wird. Abenteuerlust, Ehrgeiz! Sie stellt resümierend fest, dass sie in der Mentoring-Beziehung und durch das, was sich daraus ergeben hat, viel dazu gelernt hat. Und wie geht es Sabine? All das, was Wiebke beschreibt, kann sie 1:1 übernehmen: ein Beweis dafür, dass unser Matching perfekt war! Sinnhaftigkeit, Verstehbarkeit und Handhabbarkeit finden sich als Bedürfnisse in Wiebkes Reflexion wieder, die grundlegende Werteorientierung und Leitsätze für Sabines berufliches Handeln orientiert an der Salutogenese.

 

Keine Heldengeschichte ohne Prüfungen und Gegenspieler

Schwierige Auftragslagen, pessimistische Konjunkturaussichten, Umgang mit Kritik, das Gefühl, nicht dazuzugehören, Selbstdisziplin für die Erledigung bürokratische Dinge, Vereinbarkeit von Beruf und Familie – das ist eine Menge, was Wiebke zu bewältigen hatte und immer noch in Teilen hat. Herausforderungen, mit denen sie nicht alleine ist. Sich offen diesen Herausforderungen zu stellen, sie aktiv anzugehen und sich selbst zu reflektieren, ist eine wichtige Fähigkeit. Auch das Erlebnis, dass viele – aber nicht alle – im beruflichen und privaten Umfeld wohlgesonnen sind. So erlebte Wiebke u.a. auch ablehnendes Konkurrenzverhalten, wo sie selbst Möglichkeiten für Synergien wahrgenommen hat. Diese Erfahrung teilt auch Sabine. Und so bedauern wir beide die nicht genutzten Potenziale und fokussieren uns auf Menschen und Organisationen, die ihren Weg mit uns gehen wollen.

 

Was nehmen wir mit in die Zukunft?

Am Ende eines Jahres mit vielen Erlebnissen, Veränderungen und Entwicklungen fühlt Wiebke sich darin bestätigt und gestärkt, den richtigen Beruf gefunden zu haben. Sie erlebt dies als erfüllend, befreiend und beflügelnd. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt eine Herausforderung. Zu deren Bewältigung ist es ihr wichtig, immer im Gespräch mit ihrem Mann und den Kindern zu bleiben. Denn ihre Familie spürt ihre Leidenschaft und den Drang zur Veränderung und unterstützt sie in dem, was sie tut. Das ist ein wahrer Schatz! Hierfür war es wichtig, organisatorische Rahmenbedingungen zu ändern und familiäre Aufgaben anders zu verteilen. Die Coach-Ausbildung stellt eine zusätzliche Anstrengung dar, ist aber bereits zur Hälfte geschafft und die Learnings empfindet sie als unendlich kostbar. Ihre Familie hat sich an ihre Selbstständigkeit gewöhnt und ist sogar ziemlich stolz auf sie. Genau wie sie selbst!

„Um diesen Schatz zu behalten, werde ich weiter auf innere Balance achten, regelmäßig Sport treiben, Arbeit und Familie besser abgrenzen und hoffentlich nie die Neugier und den Drang zu Wachsen verlieren!“ so Wiebkes Vorsätze für die Zukunft. Und rückblickend auf das Mentoring stellt sie fest: „Ich habe eine neue Kollegin und Freundin gefunden.“ Dem hat Sabine nichts mehr hinzufügen.

Und voller Dankbarkeit an SIETAR und namentlich Christiena Kirchhoff und Gary Thomas beginnt mit diesem Ende unsere neue Geschichte…

 

Wiebke Homborg, Chameleon, www.chameleon-coaching.com
Dr. Sabine Horst, QuinteSentio, www.quintesentio.de

 

MEHR ZUM MENTORING PROGRAMM

Gute Gründe für eine Mitgliedschaft bei SIETAR Deutschland

 

  • Zugang zum weltweiten SIETAR -Netzwerk und vergünstigte Teilnahme an SIETAR-Veranstaltungen und Angeboten, z.B. am SIETAR-Deutschland-Forum oder am europäischen SIETAR Kongress
  • Aktuelle Informationen zu interkulturellen Veranstaltungen, Themen, Gesuchen aus dem elektronischen Newsletter “SIETAR-Bote”
  • Stärkeres Eigenmarketing durch Angabe der SIETAR-Mitgliedschaft im Trainerprofil und in Ihrem Online-Auftritt
  • Zugang zu aktuellen Trainergesuchen und Stellengesuchen und damit Chance auf mehr Aufträge
  • Kostenfreie Zusendung von mondial, dem führenden Fachblatt für interkulturelle Fragestellungen aus Theorie und Praxis
  • Möglichkeit der Vernetzung und des fachlichen Austausch durch die kostenlose Teilnahme an den SIETAR-Regionalgruppentreffen
  • Informationen und Fortbildung durch reguläre Webinar-Angebote von SIETAR-Deutschland und SIETAR-Europa
  • Chance zur Mitgestaltung des Vereins und dessen Zukunft
  • Als ExistenzgründerIn im ersten Gründungsjahr oder Studierende/r zahlen Sie bei Ihrem Beitritt zu SIETAR Deutschland e.V. lediglich 50,00 €
  • Teilnahme an den Weiterbildungen von SIETAR Deutschland zu Mitgliederkonditionen Erhalt des zweimonatlichen Online-Journals von SIETAR-Europa

Neuigkeiten von der SIETAR Deutschland Mitgliederversammlung 2019

Ende März diesen Jahres kamen in Frankfurt die Mitglieder von SIETAR Deutschland zur alljährlichen Mitgliederversammlung zusammen.
Die zweite Vorstandsvorsitzende, Jeri Weber, gab die groben Eckpunkte des vergangenen Jahres wieder: Erhöhung der Attraktivität des Angebotes für die Mitglieder, Verbesserung der internen und externen Kommunikation, achtsamer Umgang mit den Finanzen des Vereins.

Noch mehr Aktivitäten
Wir sind sehr froh über die Akzeptanz des neu aufgeblühten Weiterbildungsprogramms. Das Angebot wird von den Mitgliedern gut angenommen – im vorherigen Jahr gab es vier ausgebuchte Angebote zu verzeichnen. Antje Boijens freut sich weiterhin über Ihre Vorschläge!
Auch die Regionalgruppentreffen finden weiterhin mit großem Teilnahmeinteresse statt. Die Regionalgruppen bleiben das Herz von SIETAR Deutschland. Sollten Sie es in der letzten Zeit nicht geschafft haben, an einem Regionaltreffen in Ihrer Nähe teilzunehmen, schauen Sie doch beim nächsten Mal vorbei. Übersichtliche Infos über die Regionalangebote können Sie stets in unserem Eventkalender finden.

Neue Vorstandsmitglieder
Es wurde ein neues Mitglied in den Vorstand gewählt: Frau Julia Johannsen übernimmt das Ressort Young Professional. Wiedergewählt wurde unser Finanzvorstand Frank Beckmann.
Wir gratulieren den beiden herzlich!
Julia Johannsen wird die Verantwortung für ein neues Ressort übernehmen: Young Professionals. Ziel des Ressorts ist es, den Generationswechsel besser zu berücksichtigen und neue Interkulturalist/innen direkt anzusprechen. Hierzu wollen wir den Zukunft stärker den Schulterschluss mit Young Sietar suchen und entsprechende Komplementärangebote aufstellen.

Organisatorischer Beirat
Im Jahr 2018 sind Frau Martina Tadli und Herr Alexander Scheitza aus privaten Gründen aus dem Organisatorischen Beirat ausgetreten. Somit befand sich zunächst nur noch Christine Wirths im Beirat. Doch hier hat sich nun einiges getan: Jeri Weber, die zuvor aus dem Vorstand ausgetreten war, konnte überzeugt werden, sich für den organisatorischen Beirat zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls hat sich das Gründungsmitglied Rob Gibson bereit erklärt, den organisatorischen Beirat mit seiner langjährigen Erfahrung zu unterstützen.
Damit setzt sich der Organisatorische Beirat ab sofort aus Jeri Weber, Rob Gibson und Christine Wirths zusammen.

Kommunikation
Im Jahre 2018 wurden unsere Kommunikationskanäle merklich ausgebaut. Wir freuen uns über den regelmäßigen Kontakt mit den Mitgliedern über den Boten und die nun zweijährige Herausgabe von mondial. Die zahlreichen Rückmeldungen der Mitglieder zu unserem Themenaufruf für mondial waren großartig – es gingen über 100 Vorschläge ein. „Interkulturalität & Politik“ sowie „Interkulturalität & Alltag“ wurden als kommende Themen für mondial gewählt.
Es gab auch weitere Arbeiten an der SIETAR Webseite: Wir haben den Member-to-Member-Blog eingeführt und einige Information im neuen Look angeboten. Derzeit überarbeiten wir die Bedienungsfreundlichkeit der Website. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Social Media Channel Managers
Gleichzeitig haben wir unsere Präsenz auf Social Media verstärkt. Im Moment liegt der Fokus auf Facebook. Wir wollen das Angebot aber erweitern und suchen Leute, die Lust und Zeit hätten einen weiteren Social Media Kanal zu betreuen. Nächste Priorität soll hierbei Instagram haben.
Hätten Sie Lust sich einzubringen? Dann melden Sie sich gerne bei uns!

Finanzen
Finanzvorstand Frank Beckmann stellte uns auf der Mitgliederversammlung die Zahlen von 2019 vor. Unser Vorsatz bleibt: Ein achtsamer Umgang mit den Vereinsfinanzen ist wichtig, da wir nur so zukunftsfähig bleiben. Der Verein arbeitet schon seit 4 Jahren erfolgreich mit einer schwarzen Null.
Die Mitgliederzahl hat sich stabilisiert und stieg zuletzt wieder leicht an. Derzeit befinden sich 525 Mitglieder im Verein.

„Doing Ausländer” – Antje Boijens über die Tagung „Verständigung in pluralen Welten“ an der FH Fulda

„Doing Ausländer“

Zielsichere Intuition, so könnte man das unglaubliche Gespür von Kirsten Nazarkiewicz, langjähriges SIETAR-Mitglied und inzwischen Professorin für Interkulturelle Kommunikation an der Fachhochschule Fulda nennen. Mit leichter Hand verbindet sie Fundstücke des Alltags mit dem jetzigen Moment auf eine Weise, die sofort augenfällig Sinn entstehen lässt. Diesmal stand ein erratischer Tafelanschrieb am Anfang ihrer Einleitung zu der Tagung „Verständigung in pluralen Welten“ an der Fachhochschule Fulda.

„Erfolgreich“, so begann sie, hätte sie dessen Säuberung im Vorfeld gegen vermeintlich mitdenkende Studentinnen verteidigt. Was da Besonderes zu sehen war: naja, Peptide eben, genauer: Chemische Formeln zu Peptiden und das kann ich wohl auch nur annehmen. Sicher sein kann ich mir mit meiner geisteswissenschaftlichen Vorbildung jedenfalls nicht und das betraf wahrscheinlich viele andere im vollbesetzten Vortragssaal. Nicht meine Welt, dachte ich, als ich beim Reingekommen auf die Tafel geschaut hatte und mich fragte: warum ist die Tafel nicht sauber?

Mit dem Verweis auf den für viele kryptischen Tafelanschrieb machte Kirsten Nazarkiewicz deutlich, wie disparat Welten heute sein können. Und auch welche unbewussten Erwartungen („saubere Tafel bitte!“) Handeln und Verstehen kulturell prägen. Dabei begegnen uns andere Welten ständig und sie begegnen uns zufällig, kontingent, wie die referierenden WissenschaftlerInnen im Anschluss nicht müde wurden zu betonen – eben wie jener Tafelanschrieb.

Verständigung unter diesen Umständen kann nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben, so ihr eindeutiges Fazit, schon gar nicht wenn auch noch unterschiedliche Kulturen miteinander kommunizieren. Das alles ist längst in einem Maße der Fall, dass schon lange nicht mehr von einer abgegrenzten, auch noch nationalen Vorstellung eines Objekts, das sich dann Kultur nennt, die Rede sein kann. Vielmehr ist alles Prozess, fließend, weswegen auch Jürgen Boltens Diktum vom dynamischen Kulturmodell inzwischen allgemein wissenschaftlich anerkannt ist.

Bolten war bei dieser interkulturellen Tagung nicht dabei, dafür aber viele andere interessante und illustre Köpfe: Volker Hinnenkamp, zu dessen Ehren -er macht den Platz gewissermaßen frei für Kirsten Nazarkiewicz – die Tagung stattfand, Matthias Otten war mit einem wunderbar klaren Vortrag zu Hartmut Rosa aus Köln angereist, Andreas Groß trug warmherzig und kenntnisreich zur Bedeutung von Temporalität in interkulturellen Bildungskontexten vor, aus München war Katharina von Helmolt angereist. Sie alle stehen stellvertretend für weitere Kolleginnen und Kollegen, die das Publikum mit Nachforschungen darüber bereicherten, was Verständigung heute realistisch gesehen leisten kann.

Im Falle Katharina von Helmolts war es ein Nachdenken darüber, wie das explizite und reflexive Benennen eigener Perspektiven Gespräche bereichern und uns Zug um Zug („turn by turn“) in Richtung Verständigung führen kann. Damit das gelingt, das wurde besonders in der Diskussion deutlich, muss die Benennung eigener Perspektiven getragen sein von einer „moralischen Perspektive der Bescheidenheit“ (KvH), die die eigene Perspektive a priori und wie selbstverständlich in das Gros aller möglichen anderen einreiht. Schnell wurde deutlich, dass es genau der Verzicht auf den eigenen Absolutheitsanspruch ist, der die Verständigung in pluralen Welten überhaupt erst möglich macht.

Wie es aussehen kann, wenn Verständigung nicht gelingt, zeigte die junge Wissenschaftlerin Olga Artomonova in einem von feiner Ironie und Realsatire durchzogenen Vortrag über Normorientierung. LehrerInnen haben laut Schulgesetz die Pflicht, Schülern fehlerfrei Deutsch beizubringen. Mit dem Charme der Nicht-Muttersprachlerin sprach Olga Artomonova dann in ihrem wohltuend sachlichen, nie verletzenden Deutsch über das Verhalten einer Hauptschullehrerin, immer bemüht, deren positive Absichten geltend zu machen.

Das Resultat war nach der Meinung der anwesenden ExpertInnen dennoch so grottig, dass in der nachfolgenden Diskussion das Wort „schwarze Pädagogik“ fiel, so sehr stießen die von Artomonova aufgezeichneten Mitschriften der rüden pädagogischen „Verbesserungs“-Praxis auf den Widerspruch der ExpertInnen. Peinigend war auch schon das Mitlesen für uns als Zuhörende. Für die Schülerinnen und Schüler kann es in dieser Situation nur extrem erniedrigend gewesen sein, wofür auch wieder Kirsten Nazarkiewicz berührende und klare Begriffe fand.

Doch damit war die Geschichte noch nicht zu Ende. Olga Artomonova verfolgte in ihrer Studie die so gemaßregelten Schüler in ihrem Verhalten bei anderen Lehrern. Es zeigte sich, dass sie sehr wohl in der Lage waren, „richtig“ deutsch zu sprechen. Die groben Fehler, die die Lehrerin meinte korrigieren zu müssen, waren ein spielerischer Registerwechsel der SchülerInnen. Sie spielten „Doing Ausländer“ mit ihr, hänselten sie damit die „Dummies“ zu sein und amüsierten sich dann wahrscheinlich köstlich über deren unbeholfene Versuche, ihnen „Deutsch“ beizubringen.

Kritisch lässt sich zu dieser für InterkulturalistInnen und auch andere plurale Weltbewohnerinnen und Weltbewohner sehr gelungenen und interessanten Tagung über die Mühen der Verständigung nur sagen, dass sie vielleicht ein bisschen zu lang war. Oder eher: dass der Tisch zu reichlich gedeckt war. Mir war der zweite Tag jedenfalls zu viel – ein Samstagvormittag, den ich zum Ausschlafen haben wollte. Daher habe ich auch leider Kirstens Vortrag über „Lernhürden, Diskursschranken und Blockaden“ nicht gehört, mit dem sie sich bescheiden am Ende der Tagung positioniert hat. Ich werde sie unbedingt um das Manuskript bitten.

Mit einem Blick auf die Uhr stelle ich fest, dass sie ihn überhaupt erst demnächst halten wird. Ich wünsche auf jeden Fall gutes Gelingen und denke noch einmal an Andreas Gross, der „kairologische Momente“ in den Mittelpunkt seiner Untersuchung zur Verständigung gestellt hat. Persönlich und ganz subjektiv möchte ich sagen: ich hatte sie, gestern in Fulda.

Antje Boijens, 8.12.2018, 10:53 Uhr

Ein Rückblick mit Perspektive: Dr. Nilüfer Boysan-Dietrich über den “Unconscious Bias”-Workshop von Robert Gibson

“Diversity is a fact, inclusion is a choice” (Justin Trudeau)

Am 10 November diesen Jahres sind ca. 30 Mitglieder und Freunde von SIETAR, zusammengekommen, um an dem Workshop „Unconscious Bias“ (dt.. etwa Unbewusste Voreinstellungen*) teilzunehmen und ihr Bewusstsein in diesem Feld zu erweitern.
Der Leiter des Seminars, Robert Gibson, ein bekannter Trainer, Interkulturalist und Buchautor, führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit viel Charme, Humor und einer leicht zugänglichen Sprache in das komplexe Thema ein. Das Seminar war nicht nur sehr gut strukturiert – Gibson überzeugte dabei auch selbst als lebendiges und vorangehendes Beispiel für Interkulturalität und Inklusion.
„Unconscious Biases“ , auch manchmal als blinde Flecken bezeichnet, werden durch persönliche Erfahrungen und Hintergründe erzeugt und verstärkt. Sie beeinflussen unsere Gedanken, Emotionen und unser Verhalten. Sie befinden sich meist implizit in unserem Unterbewusstsein und sind nicht selten inkompatibel mit unseren bewussten Wertevorstellungen. Wann immer wir in einer Reaktion auf das fast brain (Kahnemann) zurückgreifen, landen wir leicht in diesem Denkmodus, in dem uns nicht bewusst ist, dass wir gar nicht gedacht haben, sondern dass unser Gehirn wie bei einem Shortcut auf eine unbewusste Voreinstellung zugegriffen hat.
Doch nicht nur, weil es ganz nett ist, sich seiner Voreinstellungen bewusster zu sein, sondern vor allem, weil Entscheidungsprozesse in der Wirtschaft konstruktiver und besser werden können, erfreut sich das Thema „Unconscious Bias“ wachsender Beachtung in der Wirtschaftswelt.
Praktisch heißt das, so Gibson, dass es zunächst darauf an kommt, zu wissen wer man selbst ist. Dann geht es darum, den Unterschied bewusst-unbewusst zu verstehen, sein Verhalten zu korrigieren, und sich schließlich dafür einzusetzen, den eigenen Lernprozess an andere weiterzugeben.
Im Endeffekt können unbewusste Vorurteile nicht einfach „gelöscht“ werden, wir können uns ihrer jedoch bewusst werden. Nach Gibson ist es extrem schwierig, tief verwurzelte Vorurteile bei Einzelpersonen zu ändern – der wirkliche Impact, also echte Wirkung entsteht vor allem dann, wenn Vorurteile auf der Ebene der Organisationen adressiert werden; wenn es gelingt, Strukturen kritisch zu betrachten und sicher zu stellen, dass Negativeffekte möglichst begrenzt werden können.
Der Workshop dauerte leider nur einen Tag. Um noch mehr Einblick in das Themenfeld zu bekommen und sich intensiver dazu austauschen zu können, wäre es gut, an diesem Thema dranzubleiben und zum Beispiel Erfahrungen von Praktikern, wie Coaches und Therapeuten, miteinzubeziehen, die auf der persönlichen Ebene mit Voreinstellungen und blinden Flecken arbeiten.
Das könnte eine anspruchsvolle und lohnende Fortführung sein, um weiter Licht ins Dunkel des „Unconscious Bias“ zu bringen.

von Nilüfer Boysan-Dietrich
(ins Deutsche übersetzt von Jonas Keil/Antje Boijens)
*(Anm. der Autorin: Die deutsche Übersetzung des Begriffs “unconscious bias” ist leider etwas holprig, vielleicht würde sich auch “Unbewusste Vormeinungen” eignen – es bleibt abzuwarten, welcher Ausdruck sich durchsetzen wird)

Das dritte Geschlecht – wie ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts Diversität anerkennt

Das dritte Geschlecht – wie ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts Diversität anerkennt

Christina Röttgers & Ulrike Weber

 

Das dritte Geschlecht ist ein aktuell viel diskutiertes Thema in den Medien. Dabei geht es unter anderem um den Kostenaufwand, das dritte Geschlecht in amtlichen und organisatorischen Prozessen abzubilden (z.B. in Pässen und IT-Systemen) und darum, welche Konsequenzen für die derzeitige gesetzliche Notwendigkeit geschlechter- getrennter Toiletten gezogen werden. Neben diesen Aufregern gibt es jedoch einiges Wissenswerte zum Thema Intersexualität.
Was ist überhaupt das sogenannte „dritte Geschlecht“, unter dem alles zusammengefasst wird, was nicht „weiblich“ und „männlich“ zugeordnet wird? Dieser Artikel gibt im Folgenden Aufschluss über den biologischen Hintergrund, die Rechtsgrundlage in Deutschland sowie deren Konsequenzen für Unternehmen und Human Resources.

Der biologische Hintergrund

Um das Geschlecht zu bestimmen, gibt es drei verschiedene biologische Kategorien. Die erste Kategorie ist das genetische Geschlecht, welches über die Chromosomen definiert wird. Als zweites wird zwischen den sogenannten Gonaden unterschieden, den Hormone produzierenden Keimdrüsen. Die dritte Kategorie umfasst die Genitalien, äußeren Fortpflanzungsorgane. In den meisten Fällen stimmt das Geschlecht dieser drei Kategorien überein. Wenn eine dieser Kategorien ein anderes Geschlecht als die anderen aufweist, spricht man von Intersexualität. Das trifft geschätzt bei 0,02% der Bevölkerung zu. In Deutschland gäbe es demnach 16.600 Personen, die dem „dritten Geschlecht“ angehören. in Indien demnach 277.000 Personen bei 1.387 Milliarden Einwohnern (Weltbank, 2019).
Der Begriff „drittes Geschlecht“ kommt aus dem rechtlichen Sprachgebrauch. In der Historie dagegen wurden oft die Bezeichnungen „Hybriden“ und „Hermaphroditen“ benutzt. Medizinisch gesehen spricht man von einer Sexualdifferenzierungsabweichung (aus dem problematischen englischen „disorders“ of sex development, DSD). Die neutralsten und bevorzugten Begriffe sind Intersexualität oder Intergeschlechtlichkeit, da sie die Vielfalt der Geschlechter am besten darstellt und nicht auf Kategorien verkürzt. Ganz gleich, welchen Begriff man nutzt, primär geht es darum, die Diversität der Geschlechter zu akzeptieren.

 

Die gesetzliche Grundlage

Die Gleichbehandlung am Arbeitsplatz in der europäischen Union wurde bereits 1997 in dem Artikel 13 im Vertrag von Amsterdam sowie in 2 weiteren Richtlinien in 2000 verankert. Mit dem Verbot von Diskriminierung wurde die Grundlage für eine Gleichbehandlung am Arbeitsplatz geschaffen. Das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ in Deutschland ermöglichte ab 2016 mit dem Diskriminierungsverbot eine finanzielle Entschädigung für nachgewiesene Diskriminierung. Jedoch liegt die Beweislast beim Geschädigten, was oftmals die Anwendung problematisch macht. Darüber hinaus beschützt das „Personenstandsgesetz“ von 2016 die sexuelle Identität einer Person. Auf dieser Grundlage urteilte das deutsche Bundesverfassungsgericht im Jahr 2017 nach einer Klage, dass es eine Diskriminierung von intersexuellen Personen darstelle, ihnen nicht die Möglichkeit zu geben, ein anderes Geschlecht, außer männlich und weiblich in Geburtsregister oder Pässe einzutragen. Die bestehenden Personenstandsgesetzte wurden daraufhin im Dezember 2018 geändert, und es muss eine dritte Option des Geschlechtes bei der Eintragung und im Geburtenregister sowie im Pass geben muss. Ebenso sind Arbeitgeber zur Gleichbehandlung von intersexuellen Personen verpflichtet.

 

Auswirkungen für Unternehmen

Unternehmen können in einigen Prozessen relativ einfach den Gleichbehandlungsgrundsatz von intersexuellen Personen befolgen. So sollten Stellenausschreibungen zusätzlich zu „m“ und „f“ ein „d“ oder „x“ beinhalten. Genauso sollte in der Personalverwaltung die Option „drittes Geschlecht“ hinzugefügt werden und die Kleiderordnung geschlechterneutral sein. Und auch die Forderung der Arbeitsstättenverordnung nach geschlechtlich getrennten Toiletten können Unternehmen durch weitere oder anders aufgeteilte Toiletten relativ einfach lösen. Schwieriger dagegen ist die angemessene Repräsentation von drei Geschlechtern im Sprachgebrauch (er oder sie oder wer?), denn wofür es keine Worte gibt, daran wird auch nicht gedacht. Die größte Herausforderung ist, die Akzeptanz des dritten Geschlechtes in den Werten Organisation zu verankern. Dies stellt wiederum eine Chance dar, Diversität im Allgemeinen zu fördern.

 

Gleichbehandlungsgrundsatz für das dritte Geschlecht fördert Diversität

Diese Herausforderung können Unternehmen nur meistern, wenn sich das Top-Management klar und aktiv zu einer inklusiven, Diversität fördernden Unternehmenskultur bekennt und bei verschiedensten Gelegenheiten dafür eintritt und darüber spricht. Mentoren und Testimonials Betroffener können die nötige Sensibilität und Förderung herstellen. Und es gibt noch weitere Vorteile.
Zahlreiche Studien belegen, dass gut gemanagte diverse Teams innovativer und kreativer sind, und somit eine Investition in Diversity schon allein als Kosten-Nutzenrechnung attraktiv erscheint (Nancy Adler, 2007). Bei einem Bevölkerungsanteil von nur 0,02% an intersexuellen Menschen können die Kosten zur Gewährleistung der Gleichbehandlung zunächst hoch erscheinen. Genau darin liegt aber auch der Schlüssel zu einem tieferen Verständnis von Inklusion aller Mitarbeiter: jeden anzunehmen und zu schätzen, wie er, sie, x ist.

 

Dieser Artikel fasst meine Präsentation auf dem Sietar Europa Kongress in Leuven am 31.5.2019 zusammen. Diese basierte auf Unterlagen von Ulrike Weber & Christian Riekel. Beim Verfassen des Artikels hat uns Anna Haddick unterstützt.

Mitgliederbefragung 2017

Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung 2017 zum Weiterbildungsprogramm von SIETAR

Über 100 Mitglieder haben sich an der Mitgliederbefragung beteiligt. Dieses hohe Ausmaß der Beteiligung hat uns sehr gefreut und zeigt Euer lebendiges Interesse an SIETAR-Weiterbildungen.

Unter den von uns vorgeschlagenen Methoden Workshops, waren die folgenden drei bei euch am beliebtesten (Mehrfachnennungen waren möglich):

1. „Simulationen selbst entwickeln“ (49%)

2. „Kulturreflexives Sprechen in interkulturellen Trainings“ (47%)

3. „Verwendung und Einsatz von Kultur-Modellen“ (44%).

Unter den vorgegebenen Themen Workshops wiederum waren es:

1. „Neue Ergebnisse der Hirnforschung und ihre Bedeutung für interkulturelle Trainings“ (57%)

2. „Organisationsentwicklung mit vielen Kulturen“ (57%)

3. „Differenzbewältigung in diversen Teams” (47%)

Einige der Teilnehmer_innen haben im Fragebogen zudem eigene Seminarideen hinterlassen, was uns besonders gefreut hat“ Im kommenden Jahr umsetzen würden von diesen besonders gerne die folgenden:

„Psychodynamische interkulturelle Organisationsentwicklung oder: das Unbewusste im Unternehmen“
„Multikulturelle Zusammenarbeit“ und
„Konzepte der Transaktionsanalyse für den Einsatz im interkulturellen Training und in der Teamentwicklung interkultureller Teams“.

Da die Umfrage anonym war, würde ich diejenigen, die diese Seminar-/Workshopangebote angeben haben ganz herzlich bitten sich bei mir zurückzumelden, um die Planung anzugehen und Weiteres zu besprechen:

Gleiches gilt übrigens auch, wenn jemand von euch Lust hätte, zu den aufgelisteten 6 Spitzenreitern der Umfrage im Bereich Methoden- und Themenworkshops aktiv zu werden und ein Seminar oder einen Workshop anzubieten!

In beiden Fällen ist die Deadline der 20. Januar 2018.

Ihr erreicht mich unter: Antje Boijens (boijens@sietar-deutschland.de) sowie telefonisch unter 0173/3117645.

Fürs Erste wünsche ich Euch schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Mit besten interkulturellen Grüßen

Antje Boijens