Jobintegration von Geflüchteten und MigrantInnen

Die Notwendigkeit für „offene Kommunikation“ das „Setzen von klaren Grenzen“ und „das ständige Lernen aus Erfahrungen“ waren die wichtigsten Erkenntnisse, die alle Anwesenden aus der letzten Veranstaltung des Arbeitskreises (AK)“Jobintegration von MigrantInnen und Geflüchteten” am 13.12.2016 mitnahmen. Die Veranstaltung fand in den Räumen des Hamburger Startups FASHION CLOUD statt. Almuth Henkel, HR Managerin von FASHION Cloud berichtete von Erfahrungen ihres internationalen Teams. Diese Erfahrungen wurden von Frau Sarah Hesse-Schwiening, Personalleiterin bei Dr. Hesse und Partner, ergänzt um Erfahrungen bei der Integration von zwei syrischen Flüchtlingen.Mohamad Almousilly, Fotograf und Flüchtling aus Syrien erzählte aus erster Hand von seinen Erfahrungen der Jobintegration in sein heutiges Unternehmen. Die anschließende sehr offene Diskussion mit dem Fokus auf Erfolgsfaktoren und Herausforderungen bei der Jobintegration verdeutlichte die hohe Relevanz der Unternehmenskultur der integrierenden Unternehme, die Wichtigkeit neben Geflüchteten und MigrantInnen auch Mitarbeiter im Unternehmen für das Thema zu sensibilisieren auch zeigte es deutlich auf, dass es auf der einen Seite persönliche und auf der anderen Seite weitergehende kulturelle Gründe für den Erfolg und das Scheitern der Jobintegration gibt. Für 2017 sind vier weitere Veranstaltungen mit Akteuren aus Unternehmen und Institutionen zu unterschiedlichen Themen geplant. Die nächste Veranstaltung wird im März mit dem Fokus auf die Personalauswahl von Geflüchteten stattfinden. Der Lenkungskreis des AK besteht aus Erika Shishido-Lohmann und Ute Lorenson. Wir freuen uns auf weitere Engagierte aus der SIETAR-Community, und dieses hochaktuelle Thema weiterzuentwickeln und zu gestalten sowie auf andere Regionen auszudehnen. Weitere Informationen zum Arbeitskreis sowie konkrete Termine der Veranstaltungen und internen Treffen erfolgt über ak-ioe@sietar-deutschland.de.

Ein Rückblick mit Perspektive: Dr. Nilüfer Boysan-Dietrich über den “Unconscious Bias”-Workshop von Robert Gibson

“Diversity is a fact, inclusion is a choice” (Justin Trudeau)

Am 10 November diesen Jahres sind ca. 30 Mitglieder und Freunde von SIETAR, zusammengekommen, um an dem Workshop „Unconscious Bias“ (dt.. etwa Unbewusste Voreinstellungen*) teilzunehmen und ihr Bewusstsein in diesem Feld zu erweitern.
Der Leiter des Seminars, Robert Gibson, ein bekannter Trainer, Interkulturalist und Buchautor, führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit viel Charme, Humor und einer leicht zugänglichen Sprache in das komplexe Thema ein. Das Seminar war nicht nur sehr gut strukturiert – Gibson überzeugte dabei auch selbst als lebendiges und vorangehendes Beispiel für Interkulturalität und Inklusion.
„Unconscious Biases“ , auch manchmal als blinde Flecken bezeichnet, werden durch persönliche Erfahrungen und Hintergründe erzeugt und verstärkt. Sie beeinflussen unsere Gedanken, Emotionen und unser Verhalten. Sie befinden sich meist implizit in unserem Unterbewusstsein und sind nicht selten inkompatibel mit unseren bewussten Wertevorstellungen. Wann immer wir in einer Reaktion auf das fast brain (Kahnemann) zurückgreifen, landen wir leicht in diesem Denkmodus, in dem uns nicht bewusst ist, dass wir gar nicht gedacht haben, sondern dass unser Gehirn wie bei einem Shortcut auf eine unbewusste Voreinstellung zugegriffen hat.
Doch nicht nur, weil es ganz nett ist, sich seiner Voreinstellungen bewusster zu sein, sondern vor allem, weil Entscheidungsprozesse in der Wirtschaft konstruktiver und besser werden können, erfreut sich das Thema „Unconscious Bias“ wachsender Beachtung in der Wirtschaftswelt.
Praktisch heißt das, so Gibson, dass es zunächst darauf an kommt, zu wissen wer man selbst ist. Dann geht es darum, den Unterschied bewusst-unbewusst zu verstehen, sein Verhalten zu korrigieren, und sich schließlich dafür einzusetzen, den eigenen Lernprozess an andere weiterzugeben.
Im Endeffekt können unbewusste Vorurteile nicht einfach „gelöscht“ werden, wir können uns ihrer jedoch bewusst werden. Nach Gibson ist es extrem schwierig, tief verwurzelte Vorurteile bei Einzelpersonen zu ändern – der wirkliche Impact, also echte Wirkung entsteht vor allem dann, wenn Vorurteile auf der Ebene der Organisationen adressiert werden; wenn es gelingt, Strukturen kritisch zu betrachten und sicher zu stellen, dass Negativeffekte möglichst begrenzt werden können.
Der Workshop dauerte leider nur einen Tag. Um noch mehr Einblick in das Themenfeld zu bekommen und sich intensiver dazu austauschen zu können, wäre es gut, an diesem Thema dranzubleiben und zum Beispiel Erfahrungen von Praktikern, wie Coaches und Therapeuten, miteinzubeziehen, die auf der persönlichen Ebene mit Voreinstellungen und blinden Flecken arbeiten.
Das könnte eine anspruchsvolle und lohnende Fortführung sein, um weiter Licht ins Dunkel des „Unconscious Bias“ zu bringen.

von Nilüfer Boysan-Dietrich
(ins Deutsche übersetzt von Jonas Keil/Antje Boijens)
*(Anm. der Autorin: Die deutsche Übersetzung des Begriffs “unconscious bias” ist leider etwas holprig, vielleicht würde sich auch “Unbewusste Vormeinungen” eignen – es bleibt abzuwarten, welcher Ausdruck sich durchsetzen wird)

Das dritte Geschlecht – wie ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts Diversität anerkennt

Das dritte Geschlecht – wie ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts Diversität anerkennt
Christina Röttgers & Ulrike Weber

Das dritte Geschlecht ist ein aktuell viel diskutiertes Thema in den Medien. Dabei geht es unter anderem um den Kostenaufwand, das dritte Geschlecht in amtlichen und organisatorischen Prozessen abzubilden (z.B. in Pässen und IT-Systemen) und darum, welche Konsequenzen für die derzeitige gesetzliche Notwendigkeit geschlechter- getrennter Toiletten gezogen werden. Neben diesen Aufregern gibt es jedoch einiges Wissenswerte zum Thema Intersexualität.
Was ist überhaupt das sogenannte „dritte Geschlecht“, unter dem alles zusammengefasst wird, was nicht „weiblich“ und „männlich“ zugeordnet wird? Dieser Artikel gibt im Folgenden Aufschluss über den biologischen Hintergrund, die Rechtsgrundlage in Deutschland sowie deren Konsequenzen für Unternehmen und Human Resources.

Der biologische Hintergrund
Um das Geschlecht zu bestimmen, gibt es drei verschiedene biologische Kategorien. Die erste Kategorie ist das genetische Geschlecht, welches über die Chromosomen definiert wird. Als zweites wird zwischen den sogenannten Gonaden unterschieden, den Hormone produzierenden Keimdrüsen. Die dritte Kategorie umfasst die Genitalien, äußeren Fortpflanzungsorgane. In den meisten Fällen stimmt das Geschlecht dieser drei Kategorien überein. Wenn eine dieser Kategorien ein anderes Geschlecht als die anderen aufweist, spricht man von Intersexualität. Das trifft geschätzt bei 0,02% der Bevölkerung zu. In Deutschland gäbe es demnach 16.600 Personen, die dem „dritten Geschlecht“ angehören. in Indien demnach 277.000 Personen bei 1.387 Milliarden Einwohnern (Weltbank, 2019).
Der Begriff „drittes Geschlecht“ kommt aus dem rechtlichen Sprachgebrauch. In der Historie dagegen wurden oft die Bezeichnungen „Hybriden“ und „Hermaphroditen“ benutzt. Medizinisch gesehen spricht man von einer Sexualdifferenzierungsabweichung (aus dem problematischen englischen „disorders“ of sex development, DSD). Die neutralsten und bevorzugten Begriffe sind Intersexualität oder Intergeschlechtlichkeit, da sie die Vielfalt der Geschlechter am besten darstellt und nicht auf Kategorien verkürzt. Ganz gleich, welchen Begriff man nutzt, primär geht es darum, die Diversität der Geschlechter zu akzeptieren.

Die gesetzliche Grundlage
Die Gleichbehandlung am Arbeitsplatz in der europäischen Union wurde bereits 1997 in dem Artikel 13 im Vertrag von Amsterdam sowie in 2 weiteren Richtlinien in 2000 verankert. Mit dem Verbot von Diskriminierung wurde die Grundlage für eine Gleichbehandlung am Arbeitsplatz geschaffen. Das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ in Deutschland ermöglichte ab 2016 mit dem Diskriminierungsverbot eine finanzielle Entschädigung für nachgewiesene Diskriminierung. Jedoch liegt die Beweislast beim Geschädigten, was oftmals die Anwendung problematisch macht. Darüber hinaus beschützt das „Personenstandsgesetz“ von 2016 die sexuelle Identität einer Person. Auf dieser Grundlage urteilte das deutsche Bundesverfassungsgericht im Jahr 2017 nach einer Klage, dass es eine Diskriminierung von intersexuellen Personen darstelle, ihnen nicht die Möglichkeit zu geben, ein anderes Geschlecht, außer männlich und weiblich in Geburtsregister oder Pässe einzutragen. Die bestehenden Personenstandsgesetzte wurden daraufhin im Dezember 2018 geändert, und es muss eine dritte Option des Geschlechtes bei der Eintragung und im Geburtenregister sowie im Pass geben muss. Ebenso sind Arbeitgeber zur Gleichbehandlung von intersexuellen Personen verpflichtet.

Auswirkungen für Unternehmen
Unternehmen können in einigen Prozessen relativ einfach den Gleichbehandlungsgrundsatz von intersexuellen Personen befolgen. So sollten Stellenausschreibungen zusätzlich zu „m“ und „f“ ein „d“ oder „x“ beinhalten. Genauso sollte in der Personalverwaltung die Option „drittes Geschlecht“ hinzugefügt werden und die Kleiderordnung geschlechterneutral sein. Und auch die Forderung der Arbeitsstättenverordnung nach geschlechtlich getrennten Toiletten können Unternehmen durch weitere oder anders aufgeteilte Toiletten relativ einfach lösen. Schwieriger dagegen ist die angemessene Repräsentation von drei Geschlechtern im Sprachgebrauch (er oder sie oder wer?), denn wofür es keine Worte gibt, daran wird auch nicht gedacht. Die größte Herausforderung ist, die Akzeptanz des dritten Geschlechtes in den Werten Organisation zu verankern. Dies stellt wiederum eine Chance dar, Diversität im Allgemeinen zu fördern.

Gleichbehandlungsgrundsatz für das dritte Geschlecht fördert Diversität
Diese Herausforderung können Unternehmen nur meistern, wenn sich das Top-Management klar und aktiv zu einer inklusiven, Diversität fördernden Unternehmenskultur bekennt und bei verschiedensten Gelegenheiten dafür eintritt und darüber spricht. Mentoren und Testimonials Betroffener können die nötige Sensibilität und Förderung herstellen. Und es gibt noch weitere Vorteile.
Zahlreiche Studien belegen, dass gut gemanagte diverse Teams innovativer und kreativer sind, und somit eine Investition in Diversity schon allein als Kosten-Nutzenrechnung attraktiv erscheint (Nancy Adler, 2007). Bei einem Bevölkerungsanteil von nur 0,02% an intersexuellen Menschen können die Kosten zur Gewährleistung der Gleichbehandlung zunächst hoch erscheinen. Genau darin liegt aber auch der Schlüssel zu einem tieferen Verständnis von Inklusion aller Mitarbeiter: jeden anzunehmen und zu schätzen, wie er, sie, x ist.

Dieser Artikel fasst meine Präsentation auf dem Sietar Europa Kongress in Leuven am 31.5.2019 zusammen. Diese basierte auf Unterlagen von Ulrike Weber & Christian Riekel. Beim Verfassen des Artikels hat uns Anna Haddick unterstützt.

Regionaltreffen Köln-Rhein-Ruhr “Dialog-Workshop: weibliche und männliche Kommunikation”

Liebe SIETAR Mitglieder und Interessierte,

aus dem spät-sommerlichen Rheinland senden wir Euch herzliche Grüße und die EINLADUNG zum 1. Regio-Abend nach der Sommerpause

am 01. Oktober in Köln wo Annette Held uns anstiften wird zu einem weiteren wesentlichen Dialog-Thema:

„Unterschiede in weiblicher und männlicher Kommunikation“

Wir werden uns austauschen über folgende Fragen:
Gibt es ihn wirklich, diesen “kleinen Unterschied“ zwischen männlicher und weiblicher Kommunikation?
Wenn ja, wo kommt er her?
Wie geht man bzw. frau damit konstruktiv um?
Wie kann ich dieses Wissen für mich und meine Arbeit nutzen?

So viel sei verraten: Es geht nicht um “richtig” oder “falsch” – sondern darum, “zweisprachig” zu werden und flexibel in beiden Sprachen zu kommunizieren, um die eigenen Ziele zu erreichen.

Annette Held, Coach und Trainerin aus Monheim am Rhein, beschäftigt sich neben interkultureller Kommunikation auch mit einem weiteren Diversity-Thema: dem Unterschied zwischen weiblicher und männlicher Kommunikation. Wie wir sehen werden, haben beide Themen viel gemeinsam.

Am 01.Oktober 2019 um 18.30 Uhr (Eintreffen), 19 Uhr (Beginn) bis 21 Uhr
bei Neues Lernen e.V., Herwarthstr. 22, 50672 Köln im „Weißen Raum“.

Neuigkeiten von der SIETAR Deutschland Mitgliederversammlung 2019

Ende März diesen Jahres kamen in Frankfurt die Mitglieder von SIETAR Deutschland zur alljährlichen Mitgliederversammlung zusammen.
Die zweite Vorstandsvorsitzende, Jeri Weber, gab die groben Eckpunkte des vergangenen Jahres wieder: Erhöhung der Attraktivität des Angebotes für die Mitglieder, Verbesserung der internen und externen Kommunikation, achtsamer Umgang mit den Finanzen des Vereins.

Noch mehr Aktivitäten
Wir sind sehr froh über die Akzeptanz des neu aufgeblühten Weiterbildungsprogramms. Das Angebot wird von den Mitgliedern gut angenommen – im vorherigen Jahr gab es vier ausgebuchte Angebote zu verzeichnen. Antje Boijens freut sich weiterhin über Ihre Vorschläge!
Auch die Regionalgruppentreffen finden weiterhin mit großem Teilnahmeinteresse statt. Die Regionalgruppen bleiben das Herz von SIETAR Deutschland. Sollten Sie es in der letzten Zeit nicht geschafft haben, an einem Regionaltreffen in Ihrer Nähe teilzunehmen, schauen Sie doch beim nächsten Mal vorbei. Übersichtliche Infos über die Regionalangebote können Sie stets in unserem Eventkalender finden.

Neue Vorstandsmitglieder
Es wurde ein neues Mitglied in den Vorstand gewählt: Frau Julia Johannsen übernimmt das Ressort Young Professional. Wiedergewählt wurde unser Finanzvorstand Frank Beckmann.
Wir gratulieren den beiden herzlich!
Julia Johannsen wird die Verantwortung für ein neues Ressort übernehmen: Young Professionals. Ziel des Ressorts ist es, den Generationswechsel besser zu berücksichtigen und neue Interkulturalist/innen direkt anzusprechen. Hierzu wollen wir den Zukunft stärker den Schulterschluss mit Young Sietar suchen und entsprechende Komplementärangebote aufstellen.

Organisatorischer Beirat
Im Jahr 2018 sind Frau Martina Tadli und Herr Alexander Scheitza aus privaten Gründen aus dem Organisatorischen Beirat ausgetreten. Somit befand sich zunächst nur noch Christine Wirths im Beirat. Doch hier hat sich nun einiges getan: Jeri Weber, die zuvor aus dem Vorstand ausgetreten war, konnte überzeugt werden, sich für den organisatorischen Beirat zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls hat sich das Gründungsmitglied Rob Gibson bereit erklärt, den organisatorischen Beirat mit seiner langjährigen Erfahrung zu unterstützen.
Damit setzt sich der Organisatorische Beirat ab sofort aus Jeri Weber, Rob Gibson und Christine Wirths zusammen.

Kommunikation
Im Jahre 2018 wurden unsere Kommunikationskanäle merklich ausgebaut. Wir freuen uns über den regelmäßigen Kontakt mit den Mitgliedern über den Boten und die nun zweijährige Herausgabe von mondial. Die zahlreichen Rückmeldungen der Mitglieder zu unserem Themenaufruf für mondial waren großartig – es gingen über 100 Vorschläge ein. „Interkulturalität & Politik“ sowie „Interkulturalität & Alltag“ wurden als kommende Themen für mondial gewählt.
Es gab auch weitere Arbeiten an der SIETAR Webseite: Wir haben den Member-to-Member-Blog eingeführt und einige Information im neuen Look angeboten. Derzeit überarbeiten wir die Bedienungsfreundlichkeit der Website. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Social Media Channel Managers
Gleichzeitig haben wir unsere Präsenz auf Social Media verstärkt. Im Moment liegt der Fokus auf Facebook. Wir wollen das Angebot aber erweitern und suchen Leute, die Lust und Zeit hätten einen weiteren Social Media Kanal zu betreuen. Nächste Priorität soll hierbei Instagram haben.
Hätten Sie Lust sich einzubringen? Dann melden Sie sich gerne bei uns!

Finanzen
Finanzvorstand Frank Beckmann stellte uns auf der Mitgliederversammlung die Zahlen von 2019 vor. Unser Vorsatz bleibt: Ein achtsamer Umgang mit den Vereinsfinanzen ist wichtig, da wir nur so zukunftsfähig bleiben. Der Verein arbeitet schon seit 4 Jahren erfolgreich mit einer schwarzen Null.
Die Mitgliederzahl hat sich stabilisiert und stieg zuletzt wieder leicht an. Derzeit befinden sich 525 Mitglieder im Verein.

Stellungnahme des Organisationsteams zum abgesagten SIETAR BarCamp 2020

Liebe Teilnehmende, liebe Interessierte, liebe Sietar-Mitglieder,

wir, Euer BarCamp-Organisationsteam, bedauern es sehr, dass wir das für den 10. – 13. Juni 2020 geplante BarCamp auf dem LebensGut in Pommritz absagen müssen.

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen durch die COVID 19-Pandemie ist es uns leider nicht möglich, in diesem Zeitraum eine Präsenzveranstaltung stattfinden zu lassen.
Aber: aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Wir haben es weiter ganz fest vor, das BarCamp auf dem LebensGut zu veranstalten, und hoffen, dass wir uns – vielleicht im nächsten Jahr – dort treffen können, um gemeinsam eine inspirierende und erlebnisreiche Zeit zu verbringen.

Bleibt gesund und passt gut auf Euch auf. Wir melden uns wieder, sobald es etwas Neues gibt.

Euer BarCamp-Team
Christine Wirths, Dr. Iris Wangermann, Monika Krause, Robert Gibson.

www.sietar-forum.de

RG München – Treffen am 18.10.

Integration Ja …aber nicht in meiner NachbarschaftWie uns moderne Gehirnforschung unterstützen kann in einer Welt mit paradoxen und komplexen Entwicklungen
Der Umgang mit Flüchtlinge ist ein ‚typisches‘ Beispiel eines schnell wechselnden, gesell­schaft­­lichen Klimas: von einer großen Offenheit mit ‚Willkommenskultur‘ hin zu Grenz-Schlies­sung mit Ankerzentren innerhalb von wenigen Monaten. Die wirtschaftlichen Fundamental-Daten in Deutschland sind grandios, gleichzeitig ist die Bevölkerung ‚unfassbar schlechter Laune‘ (T.Al-Wazir). Die politischen Systeme und internationale Beziehungen zwischen Nationen, die viele Jahre durch recht vorhersagbare Allianzen eine gewisse Balance und Sicherheit vermittelten, werden plötzlich durch ganz andere Konstellationen erschüttert. Klimawandel mit einem heißen Sommer und Dürre, künstliche Intelligenz + Digitalisierung mit einem potentiellen Wegfall vieler Arbeitsplätze sind weitere Unruheherde.
Auch wenn für viele Menschen der Alltag mehr oder weniger ‚wie immer‘ verläuft, sind Reaktionen wie “Feeling unsettled” — “being in a transition without knowing what will come” etc.— recht häufig.
Patrick und Eva haben die Ambition, durch ein Verständnis neurobiologischer Zusammen­hänge dazu beizutragen, dass wir nicht in einem emotionalen Defensivmodus mit Gefühlen von Überwältigtsein, Hilflosigkeit und Angst hängen bleiben, sondern bereit sind, uns mit Offenheit, Zuversicht und Engagement in unbekanntes Terrain zu bewegen. Wir glauben, daß gerade Interkulturalisten hervorragende Voraussetzungen dafür mitbringen, weil genau das die nötigen Qualitäten für Kommunikation, Kontakt und Zusammenarbeit mit anderen Kulturen sind.Wir wollen mit Euch diskutieren, wie wir diese Kompetenzen in einem komplexeren ‚Large-System-Change‘ nutzen können.
Patrick Schmidt, Diplom Psychologe, ist gebürtiger Amerikaner, aufgewachsen in Los Angeles. Seit über 25 Jahren arbeitet er als Berater und Trainer für deutsch-U.S. Geschäftsbeziehungen. Er ist sehr aktiv in SIETAR und war fünf Jahre Mitglied sowie Vorsitzender des Vorstandes von SIETAR-Europa. Zur Zeit ist er Chefredakteur der Zeitschrift SIETAR-Europa Journal.
Eva Röttgers, Diplom Pädagogin, seit 30 Jahren in der Führungskräfte-Entwicklung als Coach und Trainerin und in der Begleitung von Teams und Organisation in den verschiedensten kulturellen und organisatorischen Kontexten unterwegs. Ein neuer Schwerpunkt ihrer Arbeit in den letzten Monaten ist die Prozessbegleitung bei der Transformation von hier­archisch geprägter Zusammenarbeit hin zu agil-kollegialen, interdisziplinären Kooperationsformaten mit hohem Selbstorganisationsanteil.

Das Treffen findet statt:
Datum: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 18:00 UhrOrt: Haus des deutschen Ostens (Am Lilienberg 5, Nähe Gasteig, S-Bahn Rosenheimer Platz, München)
Die Teilnahme an dem Regionaltreffen ist für SIETAR-Mitglieder kostenfrei, für Nicht-SIETAR-Mitglieder wird ein Kostenbeitrag von 10,- EUR erhoben.
Die Plätze sind (räumlich) limitiert, daher bitte ich um Anmeldung per Email an mich, dankeschön!

Andreas Hauser
regiomuenchen@sietar-deutschland.de

SIETAR Europa Congress 2019 in Löwen, Belgien

Liebe SIETAR-Mitglieder,
wir freuen uns, Sie erneut zu unserem alle zwei Jahre stattfindenden SIETAR Europa Congress 2019 einzuladen. Nach dem großen Erfolg von Dublin (2017), heißen wir Sie zum SIETAR Europa Congress 2019 vom 27. Mai bis 2. Juni herzlich in Löwen, Belgien willkommen.

SIETAR Europa Congress 2019
Motto: “Building Dialogues on Diversity – towards a future of hope”Ort: Löwen, BelgienDaten::
27. – 29. Mai: Pre-Congress Workshops
29. Mai: Congress Welcome Event
30. Mai – 1. Juni: Official Congress Dates
2. Juni: Post-congress Workshops
Kontakt: congress2019@sietareu.org

Auch dieses Mal wird sich der Kongress um mehrere Themen drehen, die in verschiedene Blöcke und Formate unterteilt sind.
Die Themenblöcke sind:

Business & Organizational Challenges – Leadership practices in turbulent times
Socio-political Concerns – Promoting unity in diverse societies
Migration – Building strength out of weaknesses
Education and Intercultural Professions – Recent research and other critical developments
Academic Track
Film Festival

Details zu den Congress Tracks, sowie Beteiligungsmöglichkeiten (*die Calls for participation sind am 15. November abgelaufen), Sponsoringmöglichkeiten und weitere Infos finden Sie unter: https://www.sietareu.org/seucongress2019/
Falls Sie Rückfragen haben, schicken Sie einfach eine E-Mail an: congress2019@sietareu.org (in English, please).

… Save the dates und bis bald in Belgien!

SIETAR Italia: Call For Events

Wir teilen gerne den “Call for Events” von SIETAR Italien:

We are currently working on the 2019 SIETAR Italia Programme of Events. Every year we ask members and non-members to deliver workshops, seminars or talks following our guidelines.

Are you willing to deliver an event in 2019?

The areas we would like to highlight in 2019 are:
• Companies and organizational challenges
• Intercultural and multicultural socio-political contexts
• Development of competencies and training of intercultural professionals
• Intercultural communication in language education
Do you have any interesting contribution to offer (in English or Italian) on one of these subjects?
If so, please fill in the Form for Events Proposals – 2019 Calendar, and send it to info@sietar-italia.org by the 30th October 2018.
We will go through all the proposals and let you know what has been decided by end of November 2018.
In Milan, most of the events are hosted for free by ChiAmaMilano in via Laghetto, 2 (near Duomo-Università Statale) which is run by the Milan Council. If you know of other venues in Milan or other cities, please let us know.
The 2019 Calendar of Events, as well as the one-off events, will be advertised through the following channels: the SIETAR Italia website; the GLOBAL SIETAR calendar of events; Eventbrite, through our Newsletter (we have a mailing list of 2500 contacts), the SIETAR Italia facebook page, LinkedIn and Twitter, through our partners’ communication channels.
We look forward to receiving your proposals with the aim of enhancing intercultural awareness in the business world, in politics, education and in our society as a whole.
SIETAR Europa Communication Committee,
on behalf of The SIETAR Italia Team