
Rückblick zu Only Human & Arts for Social Change: Der Film und seine Bedeutung in der Integrationsarbeit
Im Rahmen der SIETAR Deutschland Reihe „Shifting worlds-Voices for Diversity and Democracy“ sprach Christina Röttgers am 18.05.26 mit Katerina Giannakopoulou über ihren Dokumentarkurzfilm Only Human, der international ausgezeichnet wurde. Die Veranstaltung wurde von der Regiogruppe KölnRheinRuhr organisiert.
Katerina Giannakopoulou verbindet in ihrer Arbeit Tanz, Musik und Film zu einer gemeinsamen Ausdrucksform. Ihr 25-minütiger Film „Only Human” erzählt zehn Geschichten von zehn Menschen aus zehn Kulturen. Und es brauchte zehn Jahre, ihn zu drehen. Denn es ist kein Film über Menschen, sondern ein Film mit Menschen. Trotz der teils sehr schmerzhaften Erfahrungen der Beteiligten ist es ein eindrucksvoller, berührender und nicht zuletzt ästhetisch sehr ansprechender Film, der Nähe schafft, ohne zu dramatisieren, und der lange nachwirkt. Er kann und soll in Schulen und Seminaren eingesetzt werden und zu Verständigung und kollektiver Heilung beitragen.
Die 12 Teilnehmer:innen interessierten sich sehr für den Film und seinen konkreten Einsatz in Seminar-Situationen. Katerina Giannakopoulou gab viele Beispiele aus ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Voraussetzung ist immer ein geschützter Raum, der Nähe und Verständnis zwischen den Teilnehmern möglich macht. Zudem helfen Körperübungen, auf die emotionale Ebene zu kommen und die „Energie oben zu halten“. Denn der Verstand kann hier weniger ausrichten. Verständnis findet eher auf der emotionalen Ebene statt. Oft möchten Betroffene einfach nur gehört und gesehen werden.
Ein lebendiger Abend, bei dem wir unsere Erfahrungen ausgetauscht haben und Fragen klären konnten. Herzlichen Dank für das offene Gespräch!
Info: Der Film “Only Human“ ist hier öffentlich zugänglich: https://www.behindthetree.de/movies/only-human-part-1

