HR - Round Table: Jobintegration von Geflüchteten - Zwei Jahre danach“

Autor: Sietar
Gepostet: 04. February 2018

HR - Round Table: Jobintegration von Geflüchteten - Zwei Jahre

danach“

 

Am 27. November hat der Arbeitskreis JobIntegration von Geflüchteten und

Migrant*innen in Hamburg zu einer weiteren Veranstaltung eingeladen, die diesmal unter

dem Titel „HR - Round Table: Jobintegration von Geflüchteten - Zwei Jahre

danach“ stand. Eingeladen als Teilnehmer des Round Table waren Hamburger

Unternehmen, die Geflüchtete eingestellt haben sowie weitere Experten.

 

Die Teilnehmer kamen aus sehr unterschiedlichen Bereichen:

ein Versicherungsunternehmens, ein Unternehmen der Stadt Hamburg, ein IT-Unternehmen,

eine Personalberatung, Vertreter der Handelskammer Hamburg sowie des

Bundesverband Mittelständische Wirtschaft. Im Publikum fanden sich viele Teilnehmer*innen, die mit

unterschiedlichem Beruflichem Fokus im Laufe der vergangenen 2 Jahren Expertise

aufgebaut hatten, Geflüchtete vorzubereiten und darin zu begleiten, Arbeitsplätze in

Unternehmen zu finden. Anita Shukla und Ute Lorenzen führten als Vertreterinnen des

Arbeitskreises durch den Abend. Im Laufe des Abends berichteten die Round Table

Teilnehmer von ihren konkreten Erfahrungen, viele Teilnehmer aus dem Publikum

brachten ihre sehr nuancierten Erfahrungen, aber auch Wünsche an Unternehmen in die

Diskussion ein. Zwischen den Teilnehmern des Round Table aber auch mit dem Publikum

entstand eine sehr lebendige und engagierte Diskussion. Kritisch und aus

unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wurden Themen wie: die Frage der

(nachweisbaren oder anerkannten) fachlichen Qualifikationen sowie der

Kompetenzfeststellung. Damit verbunden ist die Grundfrage, ob für die Integration die

Passgenauigkeit der Qualifikationen und Kompetenzen das Kernkriterium ist, oder ob

diese Herangehensweise zu eindimensional auf Defizite der Arbeitsuchende schaut und

den Blick verstellt, auf das, was der Arbeitsuchende mitbringt und entwickeln kann. Die

Frage der Sprachkenntnisse wird von manchen als eines der Hauptprobleme bei der

Einstellung Geflüchteter gesehen wird, von vielen aber in seiner Dimension als

„behebbares“ und damit eher kleineres Problem wahrgenommen. Für die Zukunft und

gerade für Unternehmen, die den Schritt gegangen sind, geht es darum in der konkreten

Situation eine Antwort bzw. eine Umgehensweise zu finden. Der Austausch untereinander

kann ein Weg für Unternehmen sein, sich gegenseitig darin zu unterstützen. Denn, wie

es ein Vertreter ausdrückte, die Integration dieser Gruppe Arbeitssuchender ist ein

komplexer Prozess und für alle Unternehmen ein Lernprozess.

 

Sowohl die Vertreter des Round Table als auch viele Teilnehmer aus dem Publikum

zeigten sich am Ende des Abends sehr angeregt und zufrieden, die jeweils

unterschiedlichen Blickwinkel kennen gelernt zu haben. Einhellig war der Wunsch den

angefangenen Dialog in einer weiteren Veranstaltung fortzuführen. Auch einige

Unternehmen, die aus terminlichen Gründen nicht an diesem Round Table teilnehmen

konnten, hatten im Vorfeld diesen Wunsch geäußert. Der Arbeitskreis plant dies im

Frühjahr umzusetzen.