HR – Round Table: Jobintegration von Geflüchteten – Zwei Jahre danach“

HR – Round Table: Jobintegration von Geflüchteten – Zwei Jahre
danach“

Am 27. November hat der Arbeitskreis JobIntegration von Geflüchteten und
Migrant*innen in Hamburg zu einer weiteren Veranstaltung eingeladen, die diesmal unter
dem Titel „HR – Round Table: Jobintegration von Geflüchteten – Zwei Jahre
danach“ stand. Eingeladen als Teilnehmer des Round Table waren Hamburger
Unternehmen, die Geflüchtete eingestellt haben sowie weitere Experten.

Die Teilnehmer kamen aus sehr unterschiedlichen Bereichen:
ein Versicherungsunternehmens, ein Unternehmen der Stadt Hamburg, ein IT-Unternehmen,
eine Personalberatung, Vertreter der Handelskammer Hamburg sowie des
Bundesverband Mittelständische Wirtschaft. Im Publikum fanden sich viele Teilnehmer*innen, die mit
unterschiedlichem Beruflichem Fokus im Laufe der vergangenen 2 Jahren Expertise
aufgebaut hatten, Geflüchtete vorzubereiten und darin zu begleiten, Arbeitsplätze in
Unternehmen zu finden. Anita Shukla und Ute Lorenzen führten als Vertreterinnen des
Arbeitskreises durch den Abend. Im Laufe des Abends berichteten die Round Table
Teilnehmer von ihren konkreten Erfahrungen, viele Teilnehmer aus dem Publikum
brachten ihre sehr nuancierten Erfahrungen, aber auch Wünsche an Unternehmen in die
Diskussion ein. Zwischen den Teilnehmern des Round Table aber auch mit dem Publikum
entstand eine sehr lebendige und engagierte Diskussion. Kritisch und aus
unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wurden Themen wie: die Frage der
(nachweisbaren oder anerkannten) fachlichen Qualifikationen sowie der
Kompetenzfeststellung. Damit verbunden ist die Grundfrage, ob für die Integration die
Passgenauigkeit der Qualifikationen und Kompetenzen das Kernkriterium ist, oder ob
diese Herangehensweise zu eindimensional auf Defizite der Arbeitsuchende schaut und
den Blick verstellt, auf das, was der Arbeitsuchende mitbringt und entwickeln kann. Die
Frage der Sprachkenntnisse wird von manchen als eines der Hauptprobleme bei der
Einstellung Geflüchteter gesehen wird, von vielen aber in seiner Dimension als
„behebbares“ und damit eher kleineres Problem wahrgenommen. Für die Zukunft und
gerade für Unternehmen, die den Schritt gegangen sind, geht es darum in der konkreten
Situation eine Antwort bzw. eine Umgehensweise zu finden. Der Austausch untereinander
kann ein Weg für Unternehmen sein, sich gegenseitig darin zu unterstützen. Denn, wie
es ein Vertreter ausdrückte, die Integration dieser Gruppe Arbeitssuchender ist ein
komplexer Prozess und für alle Unternehmen ein Lernprozess.

Sowohl die Vertreter des Round Table als auch viele Teilnehmer aus dem Publikum
zeigten sich am Ende des Abends sehr angeregt und zufrieden, die jeweils
unterschiedlichen Blickwinkel kennen gelernt zu haben. Einhellig war der Wunsch den
angefangenen Dialog in einer weiteren Veranstaltung fortzuführen. Auch einige
Unternehmen, die aus terminlichen Gründen nicht an diesem Round Table teilnehmen
konnten, hatten im Vorfeld diesen Wunsch geäußert. Der Arbeitskreis plant dies im
Frühjahr umzusetzen.