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WS: Interkulturelle Supervision mit und ohne Systemaufstellungen

Interkulturelle Kompetenzentwicklung ist für professionelle Vermittler*innen anspruchsvoll geworden. Neben den üblichen Herausforderungen wie wenig Zeit, ungünstige Rahmenbedingungen, große Gruppen oder erwartungsreiche Zielen, sind durch die Verbreitung des Themas und die aktuelle politische Lage weitere Herausforderungen dazugekommen.

 

So besteht vermehrt heterogenes Vorwissen zum Thema Kultur und Interkulturelle Kompetenz von unterschiedlicher Güte bei den Anwesenden, zeugen empfindsame Reaktionen auf einzelne Worte oder Äußerungen von teilweise schmerzlichen persönlichen Vorerfahrungen mit kulturellen Verortungen. Auch ist bei dem Thema stets mit (tages-)politischen Aufladungen zu rechnen, in der die Grenze des Sagbaren verschoben ist.

 

In dieser Gemengelage gehen wir Trainer*innen oder Coachs mit dem eigenen je individuellen Rucksack von Vorerfahrungen sowie den bislang entwickelten Kompetenzen in die Veranstaltungen und Maßnahmen - und stoßen an unsere Grenzen. Sei es, dass eine Situation hilflos oder eine Teilnehmeräußerung sprachlos macht, sei es, dass der eigene Geduldsfaden reißt und sich eigene Betroffenheit oder Empörung einstellt. Hier ist persönliche Entwicklung gefragt, sodass aus objektiven Herausforderungen keine subjektiven werden und die eigene Souveränität erhalten bleibt.

 

Am Supervisionstag werden wir Fallarbeit machen und für die Anliegen bevorzugt mit der Methode der Systemaufstellungen arbeiten. Dadurch besteht die Möglichkeit für alle, Systemaufstellungen näher kennenzulernen und deren anregenden methodischen Impulse mitzunehmen. Dabei werden die Supervisionsmethoden den Falleinbringer*innen angepasst, nicht umgekehrt. Sollte also ein anderer Weg zielführender erscheinen, wird in Abstimmung die Methode gewählt, die am ehesten zielführend erscheint, um zu gewährleisten, dass der Fortschritt der Einzelnen im Blick bleibt.

Folgende Ziele stehen an diesem Tag im Mittelpunkt: 

1. Die Verbindung von objektiven zu subjektiven Herausforderungen erkennen können

2. Austausch und wechselseitige Unterstützung jenseits professioneller Fassaden erleben

3. Nächste Schritte definieren können für das eigene Entwicklungsfeld

 

 
Referentin:  
 
Prof. Dr. Kirsten Nazarkiewicz ist Professorin für Interkulturelle Kommunikation am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Fulda und Mit-Gesellschafterin von consilia cct: create culture together. Sie arbeitet seit über 20 Jahren mit Systemaufstellungen in verschiedenen Kontexten und ist eine der beiden Chefredakteurinnen des jährlich im V&R Verlag erscheinenden Themenbuchs „Praxis der Systemaufstellung“.

 

Termin: 14. September 2019 von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr  
 

Veranstaltungsort: Mainhaus Stadthotel Frankfurt, Langestr. 26, 60311 Frankfurt

 

Kosten:

SIETAR-Mitglieder: 180,00 € + 56,00 € Tagungspauschale* jeweils zzgl. MwSt.

Nicht-Mitglieder: 280,00 € + 56,00 € Tagungspauschale* jeweils zzgl. MwSt.

 

==> Anmeldung via Formular HIER möglich.