In interkulturellen Veranstaltungen wird notwendig über Kulturen und Kollektive gesprochen. Die inzwischen bestehenden Wissenssysteme zu Kulturen geraten jedoch bei näherer Überprüfung schnell unter Stereotypenverdacht. Interkulturelle TrainerInnen stecken hier in einer Zwickmühle: Einerseits erwarten SeminarteilnehmerInnen klare Aussagen und einfache Lösungen – „Do’s and Dont’s“- im Umgang mit komplexen weltweiten Entwicklungen.  Andererseits ist hier das Leiten, Steuern und Fördern der interkulturellen Kompetenzentwicklung besonders herausgefordert, will man sich nicht vereinfachenden Aussagen anschließen.

In diesem Spannungsfeld geht es für Seminarleitungen darum, eine anspruchsvolle Aufgabe wahrzunehmen und Vorsicht im Umgang mit unzulässigen Verallgemeinerungen zu vermitteln. Typische Fragestellungen:

  • Wie ist kulturreflexives Sprechen bereits bei der Vermittlung interkultureller Wissensbestände einzusetzen?
  • Wie kann man stereotypen Statements in den Veranstaltungen durch kulturreflexives Sprechen begegnen?
  • Wie hilft kulturreflexives Sprechen im Umgang mit Populismus, Rassismus oder Extremismus?

Auf der Basis langjähriger Trainingserfahrung und wissenschaftlicher Erkenntnisse werden im Workshop Best Practices, Tipps und hilfreiche Strategien im Umgang mit Kulturreflexivität vermittelt und anhand der Beispiele der Teilnehmenden erläutert und vertieft.

Inhalte:

  1. Was heißt und wie geht kulturreflexives Sprechen?
  2. Erfahrungen, Fälle und Situationen der Teilnehmenden, häufige Probleme, passende Lösungen
  3. Gesprächsführung und – steuerung in den Veranstaltungen
  4. Konstruktiver Umgang mit Bewertungen, Abwertungen, Diskriminierungen, Populismus, Rassismus, Extremismus
  5. Individuelles und kollektives Emotionsmanagement im Umgang mit Stereotypen, Vorurteilen und Klischees

Ziele:

  • Eine kulturreflexive Reflexionsebene und Wortwahl einnehmen und einhalten können.
  • Kulturalisierende Stereotypisierungen und Verengungen differenzieren und entschärfen können.
  • Mit herausfordernden Teilnehmeräußerungen kulturreflexiv umgehen können.

Methodik: Input/Fachreferat, Fallbeispiele, Plenumsdiskussion, Videos, Übungen, Stehgreifsimulationen

Kosten: 

  • SIETAR-Mitglieder: 180,00 € + 50,00 € Tagungspauschale* jeweils zzgl. MwSt.
  • Nicht-Mitglieder: 250,00 € + 50,00 € Tagungspauschale* jeweils zzgl. MwSt.

Referentin:  Prof. Dr. Kirsten Nazarkiewicz – Professorin für Interkulturelle Kommunikation am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Fulda; Mit-Gesellschafterin von consilia cct – create culture together, einer interdisziplinären Organisation, die sich auf die Förderung kulturreflexiver Kompetenzen von Firmen und Personen in der globalisierten Welt spezialisiert hat. Gemeinsam mit Gesa Krämer hat sie über viele Jahre die SIETAR-Regionalgruppe in Frankfurt geleitet. 

Hier lang geht es zur Anmeldung.

Startdatum der Veranstaltung: Freitag, 21. September 2018 - 11:00
Enddatum der Veranstaltung: Freitag, 21. September 2018 - 18:00
Dominikanergasse 5
Frankfurt
60311